Rufnummermitnahme - eine Odyssee — Dec 19, 2012, 7:47 pm
Man sollte meinen, es könnte so einfach sein. Ein Prepaid-Anbieterwechsel im Mobilfunknetz unter Erhalt der Rufnummer.
Eine Rufnummer ist zwar nicht mehr das, was es früher einmal war, dennoch hat es enorme Vorteile sie zu behalten. Heutzutage kann man über soziale Netzwerke oder über Smartphones Rufnummern leicht mitteilen und Messenger auf Smartphones unabhängig davon nutzen. Allerdings ist es beruhigend zu wissen, dass frühere Kontakte immer wieder auf einen leicht zurückgreifen können.
Mein bisheriger Prepaidanbieter blau.de funkt im eplus-Netz mit sehr guten Preisen. Leider schwächelt das Netz oftmals beim Surfen. Daher sollte das starke Telekom-Netz Abhilfe schaffen. Congstar hat dort gute Prepaidangebote. Ein Wechsel sollte nicht zu kompliziert sein. Leider kann aber alles ganz anders kommen:

7. Dez.: Auftrag zur Rufnummermitnahme bei Congstar und Fax mit Verzichtserklärung an blau.de. Dabei darauf geachtet, dass Adressdaten übereinstimmen. Dies ist notwendig zur Übernahme. Nennen wir diese Adresse 1. Sie wird natürlich als Hauptadresse bei Congstar hinterlegt. Die SIM-Lieferung aber an Adresse 2 beantragt.

8. Dez.: blau.de fordert gängige 25 Euro Ablösegebühr, direkt überwiesen.

12. Dez.: Mitteilung über Eingang der Ablösegebühr bei blau.de, Information an Congstar weitergegeben.

13. Dez.: Bestätigung zur Portierung von Congstar. Umschalttermin: 21. Dezember (irrtümliche Annahme dies ging schneller). Allerdings würde man immer zuerst eine Standard-SIM versenden und erst nach Erhalt eine von mir gewünscht nano-SIM in den Versand geben. Eine Standard-SIM benötige ich nicht. Die Zusendung soll kurz vor dem Umschalttermin erfolgen.

14. Dez.: Überraschendes DHL-Schreiben über eine Sendung in Abwesenheit im Briefkasten. Zur Abholung zur nächsten Postfiliale kurz vor Ladenschluss. Lange Schlange bis zur Eingangstür. Ausweis vergessen.

15. Dez.: Erneuter Versuch bei der Filiale. Schlange bis auf Straße. Postmitarbeiter klärt darüber auf, dass DHL-Versand mit DHL-Express-Versand nichts zu tun hat. Man müsste online Zweitzustelltermin vereinbaren. Steht auch im Anschreiben, sieht optisch nur genauso wie normales DHL-Schreiben aus. Zweittermin für Montag, 17.12. vereinbart.

17. Dez.: DHL-Express-Auslieferer verweigert Aushändigung von der DHL-Express-Sendung, Grund: Personalausweis hat Adresse 2 und nicht Adresse 1 des DHL-Ident-Schreibens (d.h. nicht die zur Übernahme der Rufnummer nötige Adresse, sondern die Lieferadresse - aber eben die Adresse, an die das ganze ging und von dort, wo sich der Bote gerade in diesen Moment aufhält). Congstar angerufen: man könnte da nichts machen, Sendung geht zurück zu ihnen und dann müsste man es nochmal versuchen, d.h. +7 Tage. Aber ich soll doch zum Expresszentrum und es dort nochmal versuchen - wieso aber sollte man dort den Personalausweis akzeptieren? Also DHL-Express angerufen: hier könnte man auch nichts machen, Congstar müsste die Ident-Adresse korrigieren. Congstar angerufen, Mitarbeiter versichert, dass die erste Sendung zurückgeht, aber er direkt eine neue Zusendung rauslässt mit korrigierter Ident-Adresse. Haupt- und Lieferadresse wurden durch den Mitarbeiter zu Adresse 2 geändert. Die Sendung sollte in zwei Tagen eintreffen. Ein direkter Versand der nano-SIM kann nicht erfolgen, der Kunde muss laut Congstar-Aussage zuerst die Standard-SIM entgegennehmen.

19. Dez.: Eine Fahrt von Adresse 2 zu Adresse 1 ist wegen nahenden Festtagen in Kürze geplant, die Zusendung wird mit Spannung erwartet. Jedoch keine Zulieferung erhalten. Anruf bei Congstar ergibt, dass auch keine Zulieferung geplant war. Es wird zunächst die Rücksendung der misserfolgten SIM-Übergabe erwartet. Diese sollte etwa morgen erfolgen. Dann wird erneut eine Sendung herausgegeben, die eventuell noch vor Weihnachten ankommt. Dummerweise schaltet blau.de am 21.12. den Service ab, was mit Sicherheit ein empfangsfreies Wochenende wenn nicht empfangsfreie Festtage bedeutet. Vielleicht kann ich zumindest zu Sylvester wieder Grüße senden und empfangen. Wegen der geplanten Fahrt Lieferadresse zu Adresse 1 geändert.

20. Dez.: Überraschenderweise nano-SIM-Karten im Briefkasten von Adresse 1. Diese war jedoch eigentlich nicht mehr hinterlegt und ein Versand der nano-SIM sollte erst nach Erhalt der Standard-SIM möglich sein.

21. Dez.: nano-SIM über angegebene Hotline aktiviert und - man kann es kaum glauben - es funktioniert! Glück im Unglück. Hoffentlich bleibt nun alles so unabhängig von den vermutlich noch nachkommenden Standard-SIM.
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