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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Regatta #3 (199 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 03.05.2024 um 14:21 Uhr (Zitieren)
Vergil, Aeneis V 104-285:
Plump aber klimmt, als kaum er endlich vom Grunde herauftaucht,
ältlich schon und triefend im nassen Kleide Meonetes
auf die Spitze des Riffs und setzt sich auf trockenen Felsen.
Als er stürzte, lachten die Teukrer, und als er herumschwamm,
und sie lachten, als keuchend die salzigen Fluten er ausbricht.
Jetzt flammt die fröhliche Hoffnung den beiden Letzen im Herzen,
in Sergestus und Mnestheus, den zögernden Gyas zu schlagen.
Und Sergestus ist eher am Platz und naht sich dem Felsen,
trotzdem ist er noch nicht um Schiffslänge erster; zum Teil nur
führt er, zum Teil drängt an mit dem Schnabel die Gegnerin Pristis.
Mitten aber im Schiff hinschreitend durch die Gefährten
mahnt Mnestheus einen jeden: „Jetzt legt euch, jetzt in die Riemen,
Hektors Gefährten, die ich zum Gefolge mir wählte in Trojas
letzter Stunde; wohlan, bewährt mir jetzt jene Kräfte,
jetzt den Mut, den einst ihr gezeigt in Gaetuliens Syrten
und im Jonischen Meer und in Máleas stürmischen Wogen.
Nicht strebt Mnestheus zur Spitze, kämpft um den Sieg mehr – obgleich er,
ach! – Doch Sieger soll sein, wem du, Neptun, es vergönnt hast!
Schande nur wär’s, die Letzten zu sein. Hier siegt, ihr Gefährten,
und verhindert die Schmach!“ Da rudern jene mit höchstem
Eifer, es bebt das eherne Heck bei wuchtigen Schlägen,
fortfliegt unten die Flut, kurzkeuchender Atem durchstößt die
Glieder, das heiße Gesicht, und Schweiß rinnt ringsum in Bächen.
Plötzlich bringt den ersehnten Erfolg den Männern ein Zufall,
denn während tollkühn Sergestus hart an die Felsen den Bug drängt,
und, zwischen Riff und Mnesteuhs‘ Schiff, in Bedrängnis dahinjagt,
bleibt der Ärmste dort hängen auf spitz vorspringenden Fel-sen.
Dröhnend knirschen die Klippen, es prallen die Ruder auf spitzig
Riff und zerkrachen, der Bug zerbirst und hängt in der Schwebe.
Auf springt jeder im Schiff; laut jammernd hängen sie fest nun,
eisenbeschlagene Hebel und Stangen mit scharfer Spitze
holen sie her und sammeln im Meer die zerbrochenen Ruder.
Mnestheus aber, voll Jubel und mutiger durch den Erfolg noch,
jagt mit hurtigem Ruderschlag und erbetenen Winden
wieder am Meereshang und hinab durch die offenen Fluten.
Wie aus der Höhle plötzlich verjagt, die Taube, die tief in
Klippen und Klüften ihr Haus und die lieben Jungen versteckt hat,
aufwärts flattert ins Feld und angstvoll laut mit den Flügeln
klatscht und klappt im Geklüft, doch bald in ruhiger Luft hin-
gleitend schwebt und nicht mehr regt die eilenden Schwingen,
so fliegt Mnestheus, so saust flüchtig weit auf den Wogen
Pristis dahin, so trägt sie im Flug die Kraft noch des Schwunges.

 
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