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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Paarungen mit Neandertalern (225 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 27.02.2026 um 17:22 Uhr (Zitieren)
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 28.02.2026 um 14:53 Uhr (Zitieren)
Auch die FAZ vom 28. Februar 2026 berichtet darüber: "Wer mit wem in der Eiszeit".
Bevorzugt haben sich weibliche Homines sapientes mit männlichen Neandertalern gepaart. Dabei gibt es für interpersonale Gewalt zwischen Angehörigen der beiden Gruppen keine archäologischen Belege. Vermutlich lag es an der Attraktivität.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Quoth schrieb am 28.02.2026 um 15:12 Uhr (Zitieren)
Für mich die interessanteste Frage: Welche Spuren posi- oder negativer Art hat das Neandertaler-Genom in uns Europäern hinterlassen? Was verdanken wir ihren "Seitensprüngen"?
Re: Paarungen mit Neandertalern
Patroklos schrieb am 28.02.2026 um 15:37 Uhr (Zitieren)
Der Untertitel des Artikels bringt‘s.
Neandertaler-Männer bevorzugten Menschenfrauen
Re: Paarungen mit Neandertalern
info schrieb am 28.02.2026 um 15:47 Uhr (Zitieren)
Das Neandertaler-Erbe im Genom des modernen Menschen

Anteil: Jeder Mensch mit nicht-afrikanischen Vorfahren trägt ca. 1 % bis 4 % Neandertaler-DNA in sich.
1. Positive Effekte („Das Überlebens-Update“)

Immunsystem: Wir haben wichtige HLA-Gene (Immun-Rezeptoren) übernommen. Diese halfen unseren Vorfahren, unmittelbar nach der Ankunft in Europa gegen lokale Krankheitserreger immun zu werden, anstatt Jahrtausende auf eigene Mutationen warten zu müssen.

Haut und Haare: Gene für die Keratin-Bildung stammen oft vom Neandertaler. Dies führte zu einer dickeren Haut und besserer Kälteresistenz – essenziell für das Überleben in der Eiszeit.

Blutgerinnung: Eine schnellere Blutgerinnung (vermittelt durch Neandertaler-Gene) war früher ein Vorteil, um Wunden bei der Jagd schnell zu verschließen und Infektionen zu verhindern.

2. Negative Effekte („Steinzeit-Gene in der Moderne“)

Autoimmunerkrankungen: Das damals „hochgezüchtete“ Immunsystem neigt heute zur Überreaktion. Dies erhöht das Risiko für Allergien, Asthma und entzündliche Krankheiten wie Morbus Crohn.

Stoffwechselkrankheiten: Die Fähigkeit, Fette und Zucker extrem effizient zu speichern (vorteilhaft in Hungerzeiten), führt in unserer Überflussgesellschaft heute schneller zu Übergewicht und Diabetes Typ 2.

Psychische Gesundheit: Bestimmte Neandertaler-Varianten beeinflussen den zirkadianen Rhythmus (innere Uhr) und korrelieren mit einem höheren Risiko für Depressionen und Nikotinabhängigkeit.

COVID-19: Ein bestimmtes Gen-Cluster auf Chromosom 3 (Erbe der Neandertaler) wurde als einer der stärksten genetischen Risikofaktoren für einen schweren Krankheitsverlauf identifiziert.

3. Fazit: Warum gab es die „Seitensprünge“?

Die Vermischung war ein evolutionärer Beschleuniger. Während der Homo sapiens aus Afrika kam, war der Neandertaler bereits seit ca. 400.000 Jahren an das europäische Klima angepasst. Durch die Hybridisierung „kaufte“ sich der moderne Mensch das biologische Know-how für den Norden ein.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 28.02.2026 um 15:47 Uhr (Zitieren)
Aber da sie dabei anscheinend keine Gewalt angewendet haben, muß das wohl mit einer Wahl der Frauen zusammenhängen. Geschlechtliche Zuchtwahl.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 28.02.2026 um 15:49 Uhr (Zitieren)
Dies soll eine Antwort auf Patroklos sein, nicht auf den KI-Beitrag.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Patroklos schrieb am 28.02.2026 um 16:03 Uhr (Zitieren)
Ich wollte nur zitieren bzw kopieren.
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 28.02.2026 um 19:09 Uhr (Zitieren)
Die Partnerwahl in der Steinzeit war nicht so simpel wie in der Grossstadt. Zum Austausch mussten sich die Fremdgruppen erst mal treffen. Das war dann wohl ein Ereignis. Eine Frau war wertvoll, warum sollte die sapiens Gruppe sie gehen lassen, ohne eine andere Frau zu bekommen?
Viell. bekamen sie im Gegenzug etwas notwendiges oder etwas luxiriöses, was nur Neandertaler hatten.
Oder viell. waren Neadert. frauen weniger fruchtbar, oder ungeschickt...usw.
Man kann sich vieles vorstellen, wie das war..


Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 28.02.2026 um 19:25 Uhr (Zitieren)
... warum wurden Neandertaler Frauen von Sapiens Männern abgelehnt? Das ist die Frage. Oder war es umgekehrt, Neandertaler Frauen lehnten Sapiens Männer ab? Viell. waren die zu schmächtig?
Es muss allerdings ein zwingender Grund sein, sonst gäbe es nicht dieses strikte Ungleichgewicht.

Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 28.02.2026 um 21:12 Uhr (Zitieren)
Wahrscheinlich waren die Kinder der Paarung männl. Sapiens u. weibl. Neandertaler anders als im umgekehrten Fall. Sie waren arg benachteilgt, nicht lebensfähig, oder zu klein, oder nicht fortpflanzungsfähig. Irgendwas grundsätzlich inkompatibles.
Anders lässt es sich kaum erklären, Paarungswillige gibt es immer welche, in jeder mgl. Kombination.

Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 28.02.2026 um 22:38 Uhr (Zitieren)
Paarungswillige gibt es immer welche, in jeder mgl. Kombination.

Es geht ja hier, wenn ich das richtig verstanden habe, um eine statistische Aussage: Die eine Art der Kombination kam weitaus häufiger vor als die andere.
Wer weiß schon, was damals in der Damenwelt als attraktiv galt? Es muß sich nicht einmal um einen biologisch vorteilhaften Faktor gehandelt haben, denn insgesamt waren die Neandertaler ja nicht das evolutionäre Erfolgsmodell.
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 28.02.2026 um 23:49 Uhr (Zitieren)
Eine mögliche Erklärung für diese Diskrepanz ist, dass männliche Nachkommen mit einem von einer Neandertalerin geerbten X-Chromosom möglicherweise nicht so leicht überlebten oder sich fortpflanzten wie ihre Artgenossen mit (einem oder zwei) X-Chromosomen von modernen menschlichen Eltern. Es gibt jedoch eine alternative Erklärung: dass die weibliche Partnerin bei der Kreuzung der Arten in der Regel ein moderner Mensch war.


Männliche Neandertaler neigten dazu, sich mit weiblichen modernen Menschen zu paaren, aber ob der Geschlechtsverkehr einvernehmlich war, ist unklar.

Quelle: d. sciens-artikel




Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 01.03.2026 um 00:07 Uhr (Zitieren)
Das Team wagte keine Spekulationen darüber, ob der Geschlechtsverkehr einvernehmlich oder erzwungen war. Für Steven Churchill, einen Paläoanthropologen der Duke University, der nicht an der Studie beteiligt war, deutet der Befund jedoch auf Aggression hin.

Quelle: d. sciens-artikel



Es ist spekulativ, wie es dazu kam, dass die DNA so ungleich verteilt ist.
Es sind ja 2 Arten, die Kinder waren Hybride.
Solche Hybride sind n. Geschlechterteilung d. Eltern sehr unterschiedlich. Bsp. Liger u. Töwe.
Da ist es schon denkbar, dass die Fortpflanzungsfähigkeit von Sapiander und Neapiens unterschiedlich war.









Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 01.03.2026 um 01:34 Uhr (Zitieren)



Männliche Liger sind steril, jedoch können die Weibchen sich sowohl mit männlichen Löwen als auch Tigern erfolgreich fortpflanzen

Töwen sind im Gegensatz zu Ligern deutlich kleiner als die Elternteile und die Sterberate der Föten ist recht hoch.

Quelle: Wiki



Ähnlich gravierend Unterschiede koennte es auch bei Neandertalerhybriden gegeben haben.

Re: Paarungen mit Neandertalern
Patroklos schrieb am 01.03.2026 um 09:51 Uhr (Zitieren)
Gab es denn damals noch keine Formulare für die sexuelle Einwilligung?
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 01.03.2026 um 10:19 Uhr (Zitieren)
Klar gab es die! Du weisst doch wie schlampig die Leute beim ausfüllen von Formulaten sind.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 01.03.2026 um 13:34 Uhr (Zitieren)
Die Definition, die ich noch im Kopf habe, ist anscheinend veraltet. Ihr zufolge ist eine Art dadurch charakterisiert, daß innerhalb ihrer Lebewesen fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen können.
Das konnten Homo sapiens und Homo neanderthalensis offenbar; und dennoch werden sie zu zwei verschiedenen Arten gerechnet.
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 01.03.2026 um 15:54 Uhr (Zitieren)
Loewe und Tiger sind doch zweifellos 2 unterschiedliche Arten. Die können trotzdem fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen, es sind halt nicht alle fortpflanzungsfähig.

Das kann bei eng verwandten Arten so sein.

Da gibt es dann Fortpflanzungen mit Hemmnissen.

Die Sapiens waren nicht dumm, viell. haben sie bemerkt, dass die Paarung mit Neandertsler Frauen kein gutes Ergebnis ala Toewe bringt und liessen es sein.

Viel. waren die Kinder von Neandertalermännern u. Sapiens Frauen besonders gross u. kräftig ala Liger und es kam deshalb zu Paarungen. Viell. haben sich die Gruppen zu diesem Zweck in Abständen getroffen u. Orgien gefeiert...




Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 01.03.2026 um 16:00 Uhr (Zitieren)
Der klassische Fall sind Pferd und Esel: Sie können Nachkommen erzeugen, doch die sind nicht fortpflanzungsfähig.

Anscheinend sind Löwe und Tiger - ich weiß das nicht - ein Grenzfall, indem einige Nachkommen fortpflanzungsfähig sind; ich verlasse mich da auf Deine Angabe.

Daß Homo neanderthalensis und Homos sapiens fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen konnten, dafür sind wir der Beweis, denn wir tragen Neandertalergene in uns.

Afrikaner übrigens nicht.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 01.03.2026 um 16:01 Uhr (Zitieren)
Möglicherweise ist auch meine Kenntnis von der Definition der Art veraltet.
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 01.03.2026 um 18:32 Uhr (Zitieren)
Die Bioligie ist keine Mathematik, sie ist immer für eine Spezialität zu haben. Deshalb ist es kein Wunder, wenn Definitionen unscharf werden können.

Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 01.03.2026 um 19:38 Uhr (Zitieren)
Eine weiterre Erklaerung, die Frauen bleiben meist in ihrer Gegend auch die Sapiens Maenner, wohingegen Neandertaler Maenner einzeln herumstreifen, wenigstens zeitweise.

Die untersuchten DNA-Cocktails zeigen: Es sind bislang immer Grizzly-Männchen, die sich mit Eisbären-Weibchen paaren – nie umgekehrt. Das liegt daran, dass die Weibchen beider Arten eher ihrer Heimatregion treu bleiben, während speziell Grizzly-Männchen ihr Territorium gerne erweitern.
Quelle: https://www.handelsblatt.com/technik/baeren-hybride-in-nordamerika-wenn-der-grizzly-mit-dem-eisbaer/13660204.html
Re: Paarungen mit Neandertalern
Persephone schrieb am 02.03.2026 um 00:00 Uhr (Zitieren)
Daß Homo neanderthalensis und Homos sapiens fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen konnten, dafür sind wir der Beweis, denn wir tragen Neandertalergene in uns.

Afrikaner übrigens nicht.


Auch Letzteres wurde mittlerwl. revidiert:

https://www.science.org/content/article/africans-carry-surprising-amount-neanderthal-dna
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 02.03.2026 um 00:11 Uhr (Zitieren)
Aha, über Rückwanderer aus Europa. Danke für die Information.

Ich kenne übrigens noch die älteren Artbezeichnungen Homo sapiens neanderthalensis und Homo sapiens sapiens. Demnach würde es sich um Unterarten handeln, was ja zu den Fortpflanzungsmodalitäten eigentlich besser paßt. Ich weiß nicht, warum man von dieser Teminologie Abstand genommen hat.
Re: Paarungen mit Neandertalern
Γραικύλος schrieb am 02.03.2026 um 00:13 Uhr (Zitieren)
Teminologie --> Terminologie
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 02.03.2026 um 08:31 Uhr (Zitieren)
Die Einteilung als Unterart ist inzw. veraltet.

Gestützt u. a. auf eine Anregung, die der britische Paläoanthropologe Bernard G. Campbell 1973 publizierte, wurde der Neandertaler bis in die 1990er-Jahre nicht als eigene Art, sondern als Unterart von Homo sapiens angesehen und deshalb als Homo sapiens neanderthalensis bezeichnet, der anatomisch moderne Mensch als Homo sapiens sapiens. Diese Namensgebung unterstellte jedoch, dass gemäß der biologischen Nomenklatur der letzte gemeinsame Vorfahr als (archaischer) Homo sapiens zu bezeichnen wäre; tatsächlich gilt aber nach verbreiteter Sichtweise die in Afrika belegte Chronospezies Homo erectus als letzter gemeinsamer Vorfahre.
.......
Die Einordnung des Neandertalers als Unterart von Homo sapiens gilt daher derzeit als veraltet; es gibt unter Paläoanthropologen „eine zunehmende Akzeptanz, dass die Neandertaler morphologisch unverwechselbar sind“, weswegen sich in der Fachliteratur die Bezeichnungen Homo sapiens und Homo neanderthalensis durchgesetzt haben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neandertaler
Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 02.03.2026 um 08:36 Uhr (Zitieren)

Die einseitige geschlechterungleiche Fortpflanzung kann man auch als Hinweis werten, dass es sich eben nicht mehr nur um Unterarten handelte, die genet. Unterschiede waren durch die langzeitige Trennung schon so groß geworden, dass es bei der Wiederbegegnung einige Fortpflanzungshemmnisse gab.

Re: Paarungen mit Neandertalern
βροχή schrieb am 02.03.2026 um 08:37 Uhr (Zitieren)
Die Kinder waren dann wohl Hybride.

 
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