Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Des Pompeius und Caesar Feindschaft (99 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 05.07.2026 um 14:49 Uhr (
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Gesta Romanorum (Ende des 13. Jhdts.) 19:
Des Pompeius und Caesar Feindschaft
Man liest in den Geschichten der Römer, daß es einst einen römischen Fürsten namens Pompeius gab. Dieser hatte die Tochter eines Adligen geheiratet, der hieß Caesar. Die beiden kamen miteinander überein, sie wollten die Herrschaft des ganzen Erdkreises unter ihre Gewalt bringen.
Nun begab es sich, daß Pompeius den Caesar abschickte, um entfernte Länder zu unterwerfen, denn er war noch jung und mochte die Mühsalen besser ertragen. Pompeius selbst aber sollte als Oberster den römischen Senat vor den fremden Völkern beschützen, und er bestimmte dem anderen als äußerste Frist bis zu seiner Rückkehr fünf Jahre; im anderen Falle könnte er ihn für immer seiner Rechte berauben.
Caesar versammelte ein Heer und zog nach jenen Ländern, aber er traf kriegerische Völker an, die er nicht in der bestimmten Zeit besiegen konnte. Da wollte er lieber bei Pompeius in Ungnade fallen als den Krieg aufgeben, und so nahm er sich auf eigene Gefahr hin einen zweiten Urlaub von fünf Jahren. Pompeius aber vermerkte ihm das übel und verbannte ihn aus dem Römerreich, auf daß er fürder nicht wagen sollte, ihm zu nahe zu kommen.
Als der Krieg beendet war, zog Caesar eilends nach Rom und kam mit seinem Heer an ein Gewässer; dieses Wasser hieß Rubicon, und dort erschien ihm ein großes Schattenbild, welches mitten auf dem Wasser stand und also zu ihm sprach: „Caesar, wenn du um des Friedens mit Rom willen kommst, so mag dir gestattet sein, dorthin zu gelangen, wo aber nicht, so sollst du dich nicht vermessen hineinzukommen.“
Da erwiderte Caesar: „Beständig habe ich im Felde gedient und bin bereit, alle Anstrengungen zur Ehre und zum Vorteil der Stadt Rom zu ertragen; und das ist auch immer mein Wille. Ich nehme dazu die Götter, die ich anbete, zu Zeugen.“
Als er so gesprochen hatte, verschwand das Bild. Caesar aber spornte hierauf sogleich sein Roß und ging über den Fluß. Als er hindurch war und auf der anderen Seite stand, sprach er: „Hier habe ich den Frieden verletzt und das Recht verlassen!“ Und von diesem Tage an hörte er nicht auf, den Pompeius zu verfolgen, und bemühte sich, sosehr er nur konnte, ihn zu vernichten.
(Gesta Romanorum – Geschichten von den Römern. Ein Erzählbuch des Mittelalters. Hrsg. v. Winfried Trillitzsch. Leipzig 1973, S. 62 f.)
Re: Des Pompeius und Caesar Feindschaft
Hört sich an wie die Zusammenfassung einer Geschichtsstunde durch einen Gymnasiasten, der nicht so besonders gut aufgepasst hat. War das Schattenbild nicht in Wahrheit ein Senatsbeschluss?
Re: Des Pompeius und Caesar Feindschaft
Γραικύλος schrieb am 05.07.2026 um 18:51 Uhr (
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So kann man das sehen. Die Gesta Romanorum ...
Ich weiß nicht, ob es einen Senatsbeschluß gab, sondern habe das immer so verstanden, daß der Rubikon der Grenzfluß war, bis zu dem ein Feldherr mit seinem Heer kommen durfte; keinesfalls durfte er dieses nach Rom führen.