Stefan Oster, bekannt für seine Homophobie, konstruiert den Idealfall einer Familie aus Vater, Mutter und Kind, in der das Kind willkommen ist und sehr geliebt wird. Diesen Fall macht er zur verbindlichen Norm und lehnt die Leihmutterschaft ab, sicherlich auch weil durch sie schwulen Paaren eine Familiengründung ermöglicht wird, die nur heterosexuellen Paaren erlaubt sein sollte.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Patroklos schrieb am 21.07.2026 um 19:21 Uhr (Zitieren)
Interessant ist das englische Äquivalent:
Surrogacy.
Originally usually of bishops or judges; general sense of "person or thing that acts for or takes the place of another" is by 1640s. The meaning "woman pregnant with the fertilized egg of another woman" is attested from 1978.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
βροχή schrieb am 21.07.2026 um 20:32 Uhr (Zitieren)
Sein privates Glück gönne ich dem Ex-Politiker.
Das hässliche an der Sache ist die Arroganz der Macht. Er gönnt sich sein Glück und verbietet es in seinem Land jenen schwulen Paaren, die es finanziell in Übersee nicht mgl. machen können.
Das ist doppelzüngig, es ist Dominanz, Regeln setzen für andere, an die er sich selber nicht hält.
Ob Leihmutterschaft verboten sein soll oder nicht, ich weiß es nicht, darüber weiß insgesamt zu wenig.
Das ist vor allem eine Frage des Geldes. Ich kenne ein schwules Paar, das sich das schon vor zwei Jahren geleistet hat (etwa 300.000 $), und ob der Preis sinkt, wenn es in Deutschland legalisiert wird, steht dahin. Wird es legalisiert (und Frauke Brosius-Gersdorf ist bereits sehr dafür), wird Spahn sich bestimmt in die Rolle des Pioniers dieses Fortschritts aufschwingen! :-)
Oster war 7 Jahre mit einer Frau liiert, bevor ihn der "Ruf Gottes" ereilte.
Er war Rundfunkmoderator und Nachrichtenprecher.
Vlt. floh er so vor der Ehe und Kinder im letzten Moment, wie böse Zungen behaupten.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Aurora schrieb am 22.07.2026 um 05:59 Uhr (Zitieren)
Analog zur angeblichen Heiligen Familie in der Bibel, die es so nie gab, wie v.a.
die Katholiken es gerne immer noch darstellen.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
βροχή schrieb am 22.07.2026 um 06:36 Uhr (Zitieren)
Sicher nicht, er nutzte seine Machtpostion, um es zu verbieten bzw. im Verbot zu belassen. Wenn es keinen Vorteil für die Bauchmieter gibt, es im Inland zu tun, wollte er viell. wirklich die Frauen schützen. Das wäre zynisch gegenüber der Amerikanerin, deren Dienste er in Anspruch nahm.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
info schrieb am 22.07.2026 um 08:25 Uhr (Zitieren)
Der medial dauerpräsente Oster hat über einen sehr umstrittenen
Philosophen promoviert, der eine Art Ersatzvaterfigur für ihn
geworden zu sein scheint.
Osters Vater (1940-2025) war Oberstleutnant bei der Bundeswehr.
Das könnte seine "katholische Militanz" erklären.
Er gilt als Hardliner unter den dt. Bischöfen.
Patroklos schrieb am 22.07.2026 um 08:31 Uhr (Zitieren)
Ist Zeus eine Leihmutter? Eher eine Surrogat-Mutter. Er wurde auch nicht vergütet.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Ermanus schrieb am 23.07.2026 um 12:54 Uhr (Zitieren)
Was für ein Geschwafel!
In welcher Wirklichkeit leben solche Leute?
Und für sowas gibst C4 / W3!
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Patroklos schrieb am 23.07.2026 um 13:17 Uhr (Zitieren)
Hermann (der Cherusker) hat mE völlig recht.
Noch nicht mal ignorieren.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
info schrieb am 23.07.2026 um 15:56 Uhr (Zitieren)
Wenn Oster im Passauer Dom predigt, wobei er mit einem Mikro rumläuft,
muss man Acht geben, nicht auf
der Schleimspur auszurutschen, die er in seiner
Anbiederung hinterlässt.
Er wird mit B6 vom STAAT entlohnt.
11.092,82 € Brutto (monatlich)
6.700,00 € Netto (monatlich, ca.)
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Patroklos schrieb am 23.07.2026 um 16:08 Uhr (Zitieren)
Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 sah ua einen Ausgleich für enteigneten Kirchenbesitz vor. Hier beginnt eine staatliche Bezuschussung von jährlich gut 500 Mio.
Die „Verstaatlichung“ der entsprechenden Gehälter ist ein Kapitel für sich.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
info schrieb am 23.07.2026 um 16:52 Uhr (Zitieren)
Deutschland: ca. 350–450 theologische Lehrstühle (katholisch und evangelisch).
Kosten je Lehrstuhl: etwa 0,6–1,2 Mio. € pro Jahr
Gesamtkosten: rund 250–450 Mio. € pro Jahr (grobe Schätzung)
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
βροχή schrieb am 23.07.2026 um 17:00 Uhr (Zitieren)
So simpel ist das nicht. Leihmütter sind erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt. Nicht jede verkraftet das.
Da gibt es Mütter, welche die Trennung vom Baby dann nicht ertragen können.
Wenn Leihmutterschaft jemals auch bei uns legal wird, dann wird (oder sollte) im Gesetz drinstehen, dass jede Leihmutter das Recht hat, das ausgetragene Baby zu behalten, und dass dieses Recht im Vertrag nicht ausgeschlossen werden darf.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
βροχή schrieb am 23.07.2026 um 17:38 Uhr (Zitieren)
Warum muss es unbedingt ein Kind aus eigenem Samens sein?
Es gäbe weltweit soviele, die man adoptieren könnte?
Wieso können Menschen nur Kinder des eigenes Blutes
lieben?
Für jemanden, der wirklich lieben kann, sollte das
doch nicht so schwierig sein.
Aber es muss ja unbedingt mein "eigen Fleisch und Blut sein".
Hinzu kommt das Problem der Priviligiertheit:
Nur Vermögende können sich das leisten.
Wieder zeigt ich die Zweiklassengeselslchaft: Wer es sich nicht leisten kann, hat Pech gehabt.
Man kann nur hoffen, dass Spahn und Funke gute Eltern sein werden.
Bei Karrieristen kann das schnell zu Problemen führen und eine Nanny wird bemüht um die
oft anstrengende Erziehung zu delegieren,
wie früher Oma und Opa eingespannt wurden.
Hoffentlich haben ich die beiden nicht verkalkuliert: Liebe kann für ein Kind man nicht kaufen.
Wer gewohnt ist, jedes Problem im Leben durch Geld oder Delegation zu lösen,
läuft Gefahr, zu spät zu merken, dass das bei der Psyche eines Kindes nicht funktioniert.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Patroklos schrieb am 24.07.2026 um 09:14 Uhr (Zitieren)
Ich stimme gänzlich zu.
Btw, 02:53 Uhr!
Eine andere Zeitzone?
Oder „meine“ freundliche Mahnung:
You lack the season of all natures, sleep.
Auch ich finde Deine Überlegungen sehr nachvollziehbar, νύξ. Aber auch die leibliche Abstammung von Kindern hat ihren Reiz. So habe ich in meiner Tochter meine sehr geliebte Mutter wiedererkannt und sie dadurch doppelt geliebt; und meinen Sohn kann ich nicht fallen lassen, wenn er sich auf eine Art und Weise entwickelt, die mir gar nicht gefällt - in der ich aber mich selber wiedererkenne. Von adoptierten Kindern distanziert man sich gefühlsmäßig leichter ...
Ganz abgesehen davon, dass man in leiblichen Kindern sich genetisch selbst überlebt ...
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
βροχή schrieb am 24.07.2026 um 11:24 Uhr (Zitieren)
das stimmt, ist aber ein egoistischer Anspruch.
Das leibliche Kind kann auf natürliche Weise erzeugt werden. Ohne Frau gibt es kein Kind. Daraus folgt, eine Frau muss auf ihr Kind verzichten, damit das schwule Paar ein leibliches Kind haben kann.
Beim nichtleiblichen Adoptiv-Kind ist das anders, dieses kann zb. aus der Babyklappe sein, oder ein Weisenkind, oder ein ungewolltes Kind, das die Mutter so oder so weggibt.
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
meine Meinung schrieb am 24.07.2026 um 13:29 Uhr (Zitieren)
Das mag so sein, aber warum sollte man adoptierte
Kinder nicht genauso lieben können?
Warum wollen sich viele unbedingt in ihren Kinder
"abgebildet sehen" ?
Es zählt doch der Mensch an sich und nicht sein Aussehen?
Lieben heißt auch, die Totalität des anderen lieben,
nicht Einzelaspekte an ihm.
Für so eine Liebe gilt der Satz von Gabriel Marcel:
„Aimer quelqu'un, c'est lui dire : Tu ne mourras pas.“ (Was immer das konkret heißen mag.)
mögliche Interpretation:
Blick der Ewigkeit: Wer liebt, sieht im anderen nicht nur ein vergängliches Wesen,
sondern erkennt einen unersetzbaren Wert, der über den physischen Tod hinausreicht.
Treue und Zusage: Die Liebe spricht dem geliebten Menschen zu, dass sein Sein
in der Erinnerung, in der Seele und im Herzen des Liebenden weiterlebt und unvergessen bleibt.
Hier war noch ein Beitrag, in dem Stellungnahmen zu einer Videobotschaft von Bischof Oster zur Leihmutterschaft aufgefordert wurde. Wurde samt meinem und mehreren anderen Kommentaren gelöscht, die sämtlich negativ waren und sich sogar zu einer verallgemeinernden Theologenschelte auswuchsen. Warum Löschung?
Re: Leihmutterschaft - Der Fall Spahn/Funke
Patroklos schrieb am 25.07.2026 um 11:02 Uhr (Zitieren)
Master of Desaster. Bedeutet ua
scherzhafte oder umgangssprachliche Bezeichnung für eine Person, die Chaos anrichtet,