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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Weiße Haare (69 Aufrufe)
Γραικίσκος schrieb am 07.02.2019 um 15:28 Uhr (Zitieren)
Aischines berichtet in seinem Brief an Philokrates:
Daselbst [in Koressos] blieben wir neun Tage (der Wind war nämlich ungünstig), dann brachen wir des Abends auf, und kamen mit Anbruch des Tages nach Delos. Die Delier litten aber an einer pestartigen Krankheit. Das Gesicht war voller Aussatz, und die Haare wurden weiß; der Nacken und die Brust aber waren angeschwollen; Fieber hatten sie nicht, auch nicht große Schmerzen, und die untern Theile des Körpers blieben unangegriffen.

(Aeschines der Redner, übersetzt von J. H. Bremi. Stuttgart 1829, S. 331)

Dieses Phänomen plötzlich bzw. in kurzer Zeit weiß werdender Haare ist mir in Berichten schon häufiger begegnet. Die geschilderten Umstände sind immer besonderer Art, etwa eine Folterung, die Nachricht von einer Katastrophe oder - wie hier - eine schwere Erkrankung.

Was mich daran irritiert, ist die Tatsache, daß Haare chemisch inaktiv sind; es passiert lediglich in den Haarwurzeln etwas, und deshalb sollte man erwarten, daß Haare allenfalls von den Wurzeln her weiß werden, was natürlich einer längere Zeit in Anspruch nimmt.
Daß Haare in kürzester Zeit weiß werden, sollte es daher eigentlich nicht geben.

Oder hat jemand schonmal eine plausible Erklärung dafür gehört?

Um zumindest einen weiteren Bericht für dieses Phänomen zu nennen: Henri Sanson, Tagebücher der Henker von Paris 1685 – 1847. München 1983; Erster Band, S. 200-218.
Dort wird von der Folterung und Hinrichtung des Robert-François Damiens berichet, der wegen eines Attentats auf König Ludwig XV. ein schreckliches Ende nahm, an dessen Ende, so berichtet es der Henker, die Haare ebenfalls weiß geworden waren.
 
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