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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Das Brett des Karneades (126 Aufrufe)
Γραικίσκος schrieb am 08.03.2019 um 13:39 Uhr (Zitieren)
Das altbekannte Problem: Zwei Schiffbrüchige treiben im Meer und stehen in der Gefahr zu ertrinken. Sie treffen auf eine im Wasser treibende Planke, die jedoch nur einen von ihnen tragen kann, nicht zwei.

Dieses Problem wird in einem Buch "Das Brett des Karneades" genannt.
Nun habe ich in DNP gefunden, daß Karneades keine Schriften verfaßt hat.
Wo also ist dieses Problem überliefert?

(Nach geltendem deutschen Recht darf A straffrei versuchen, den B zu töten et vice versa; es handelt sich um einen "entschuldigenden Notstand". So steht es in dem Buch eines namhaften Strafrechtlers.)
Re: Das Brett des Karneades
Βοηθὸς Ἑλληνικός schrieb am 08.03.2019 um 14:27 Uhr (Zitieren)
Im Internet findet man schnell eine Lösung:
Cicero hat es z.B. in De Officiis überliefert.. 3,89.
Re: Das Brett des Karneades
Βοηθὸς Ἑλληνικός schrieb am 08.03.2019 um 14:39 Uhr (Zitieren)
Re: Das Brett des Karneades
Γραικίσκος schrieb am 09.03.2019 um 14:38 Uhr (Zitieren)
Danke für die Information. Ich habe sowohl die Cicero- als auch die Lactanz-Stelle (wo auch den Karneades Bezug genommen wird) mit Interesse gelesen.

Verzeih mir meine Abneigung gegen Google, die uns nun schon seit zehn Jahren begleitet und mir manche freundliche Auskunft von Dir beschert hat.
Re: Das Brett des Karneades
Γραικίσκος schrieb am 09.03.2019 um 15:46 Uhr (Zitieren)
In der Ausgabe von De officiis, die Rainer Nickel bei Tusculum besorgt hat, finde ich einen üblen Übersetzungsfehler:
Si una tabula sit, duo naufragi, eique sapientes, sibine uterque rapiat an alter cedat alteri?

Wenn nur eine Planke und zwei Schiffbrüchige da sind, und zwar zwei Weise, würden dann beide sie an sich reißen und der eine dem anderen nachgeben?

Das "und" ist ja an dieser Stelle geradezu sinnwidrig.
Re: Das Brett des Karneades
Βοηθὸς Ἑλληνικός schrieb am 10.03.2019 um 06:40 Uhr (Zitieren)
Zitat von Γραικίσκος am 9.3.19, 14:38Verzeih mir meine Abneigung gegen Google, die uns nun schon seit zehn Jahren begleitet und mir manche freundliche Auskunft von Dir beschert hat.

Ja, ich kenne deine Einstellung zu Google/Wikipedia. Google gibt einem desöfteren schnell Hinweise, die man sonst nur sehr mühsam findet. Überprüfen muß man gerade Stellenangaben bei Wikipedia dennoch. Dies mache ich auch und schaue diese Stellen zumindest grob an. Ansonsten fahre ich "zweigleisig": Internet und Bücher. Jedes Buch kaufe ich mir nicht, benutze auch den Computer als e-Reader.
Mein Vater ist vor einigen Jahren komplett auf e-Book Reader umgestiegen. Der Hauptgrund war der Platz. Er wollte nicht jedes Buch kaufen, lesen, und dann deponieren, da er auch sehr viel und schnell liest. Ich persönlich hatte den Mut noch nicht dazu, obwohl mein Bibliotheksraum/Büro immer voller wird. Das Bücher-Kaufen mache ich immer noch gerne. Meine letzten drei Anschaffungen waren Caesar von Christian Meier (Neuausgabe vom Pantheon-Verlag 2018); Alltag und Leben im alten Rom von Philip Matyszak (Anaconda 2018); Loeb LCL 67 The Greek Anthology, Books 1-5 von Paton (revised 2014, wegen Kaffeeschaden der alten Ausgabe ;-)).
Das war etwas viel für offtopic ... Χαῖρε πολλά!
Re: Das Brett des Karneades
Γραικίσκος schrieb am 10.03.2019 um 17:12 Uhr (Zitieren)
Der Platzbedarf von Büchern und ihre Anfälligkeit für umgekippte Kaffeetassen sind zwei Probleme bei Büchern.
Aber die Vorteile!

Und was haben wir schon? Karl Lagerfeld soll eine Bibliothek von 300.000 Bänden hinterlassen haben, und jetzt habe ich von dem Autor Wolfgang Möhrig-Marothi gelesen, der keinen Fernseher, keinen Computer und kein Telephon besitzt - aber in seinerm Haus im Erzgebirge neun (!) Bücherstuben hat, gefüllt mit lauter Büchern zu seinem Lebensthema: den erzgebirgischen Sagen und Märchen.

Nein, da sind wir minderschwere Fälle, auf einer Skala der Bibliomanie von 0 bis 10 höchstens 5.
 
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