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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike (148 Aufrufe)
Γραικίσκος schrieb am 04.08.2019 um 14:42 Uhr (Zitieren)
Den Begriff Goldener Schnitt (sectio aurea) gab es in der Antike noch nicht, wohl aber die Idee einer Proportionalität, die auf der Irrationalzahl Φ (1,61803398874989...) beruht.

Im Hippias maior legt es Platon bei seiner Bestimmung des Verhältnisses von Vernunft und Lust und bei dessen Umsetzung in der ästhetischen Proportionalität offenbar darauf an (1,618... : 1).
Euklid erwähnt sie explizit in der 3. Definition des III. Buches seiner Elemente :
Eine Strecke heißt stetig geteilt , wenn sich, wie die ganze Strecke zum größeren Abschnitt, so der größere Abschnitt zum kleineren verhält.

Da uns nun aber in der Antike diese Proportion an vielen Stellen, und zwar schon vor Euklid, begegnet - etwa bei der Konstruktion des Parthenon in Athen -, frage ich mich, ob es andere textliche Äußerungen dazu gibt.
Weiß das jemand?
Re: Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike
Γραικίσκος schrieb am 09.08.2019 um 18:44 Uhr (Zitieren)
Das schiebe ich der Frage wegen mal nach oben.
Re: Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike
Γραικίσκος schrieb am 13.08.2019 um 13:50 Uhr (Zitieren)
Erfahren habe ich jetzt, daß das Standardformat von Bilderrahmen ein Goldenes Rechteck ist; alle anderen Formate sind Spezialanfertigungen.
Re: Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike
filix schrieb am 15.08.2019 um 20:29 Uhr (Zitieren)
Ob der goldene Schnitt wirklich beim Bau des Parthenon eine Rolle spielte, ist nicht unumstritten und hängt auch von Vermessungsergebnissen ab. Die einschlägige Monographie zum Thema stammt von Mario Livio: The Golden Ratio: The Story of Phi, the World's Most Astonishing Number (Broadway Books 2003) , worin auch diese Frage diskutiert wird.
Re: Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike
Γραικίσκος schrieb am 19.08.2019 um 08:34 Uhr (Zitieren)
Danke für den Hinweis auf das Buch.

Das mit dem Parthenon habe ich für eine ausgemachte Sache gehalten, weil man es vielfach so liest.
Re: Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike
Γραικίσκος schrieb am 19.08.2019 um 08:37 Uhr (Zitieren)
Ein anderes Buch:

Priya Hemenway: Der Geheime Code. Die rätselhafte Formel, die Kunst, Natur und Wissenschaft bestimmt. Dt. Köln 2008
Re: Die Proportion des Goldenen Schnitts in der Antike
filix schrieb am 19.08.2019 um 12:00 Uhr (Zitieren)
Das mit dem Parthenon habe ich für eine ausgemachte Sache gehalten, weil man es vielfach so liest.



Die Diskussion darüber scheint sich vor allem im englischsprachigen Raum entwickelt zu haben.
Der Blog http://meandering-through-mathematics.blogspot.com/2012/02/applications-of-golden-mean-to.html gibt unter 3. einen kurzen Abriss der Probleme. Besonders interessant scheint mir die Frage, wie man die Entasis in der Bewertung der Proportionen berücksichtigen soll.
 
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