α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Texte zum Inzest-Tabu in der Antike #1 (231 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 27.07.2021 um 23:49 Uhr (Zitieren)
Zunächst danke ich Bukolos für die freundlichen Hinweise.
1. Platon: Der Staat

Wenn aber, denke ich, Frauen und Männer erst das Alter der Fruchtbarkeit überschritten haben, dann wollen wir letzteren frei lassen, sich zu vermischen, mit welcher sie wollen, nur mit keiner Tochter oder Mutter oder Tochterkind oder über die Mutter hinaus [καὶ ταῖς ἄνω μητρός], und den Frauen ebenfalls, nur mit keinem Sohne oder Vater und die mit diesen in auf- und jenen in absteigender Linie zusammenhängen.

(461b-c)


2. Xenophon: Kyropädie

Was aber die schönen Geschöpfe betrifft – in die einen ist man verliebt, in die anderen aber nicht, und der eine ist in dieses, der andere in jenes verliebt. Das ist eine Entscheidung unseres Willens [Ἐθελούσιον γάρ, ἔφη, ἐστί], und jeder liebt, was er will. So ist zum Beispiel der Bruder nicht in die Schwester verliebt, sondern es ist ein anderer, der sich in sie verliebt, und auch ein Vater ist nicht in die Tochter verliebt, sondern es ist ein anderer, der in sie verliebt ist. Denn die Scheu und das Gesetz führen dazu, diese Art von Liebe zu unterbinden [καὶ γὰρ φόβος καὶ νόμος ἱκανὸς ἔρωτα κωλύειν].

(V 1, 10)


3. Sextus Empiricus: Grundriß der pyrrhonischen Skepsis

Über die Ehrfurcht vor den Eltern sagt derselbe Mann [sc. der Stoiker Zenon] im Hinblick auf die Taten von Jokaste und Ödipus, daß es nicht furchtbar war, die Mutter zu befriedigen: „Und wenn sie an einem anderen Körperteil erkrankt war und er durch Reiben mit den Händen half, dann war es nichts Unschickliches. Wenn er sie aber erfreute und ihre Not beendete, indem er andere Teile rieb und rechtmäßige Kinder mit der Mutter zeugte [καὶ παῖδας ἐκ τῆς μητρὸς γενναίους ἐποίησεν], dann soll es unschicklich gewesen sein?“

Hierin ist auch [sc. der Stoiker] Chrysipp derselben Ansicht. So sagt er im Staat: „Es scheint mir richtig, auch diese Dinge so zu handhaben, wie sie noch jetzt zu Recht bei vielen Sitte sind, so daß sowohl die Mutter mit dem Sohn Kinder zeugt als auch der Vater mit der Tochter als auch der Bruder mit der leiblichen Schwester.“

(III 246)

 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Regenbogen

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.