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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Die Altersstufen des Lebens (85 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 20.06.2022 um 15:24 Uhr (Zitieren)
Solon:
Ist noch das Knäblein unreif und unmündig, wechselt es seine
Zähne zum ersten Mal bis zu dem siebenten Jahr.
Ließ ein Gott die folgenden sieben Jahre verstreichen,
treten die Anzeichen der kraftvollen Jugend hervor.
Im dem dritten Jahrsiebent entwickeln sich reifend die Glieder,
Bartflaum umschattet das Kinn, kräftiger färbt sich die Haut.
Während des vierten gewinnt ein jeder die mächtigste Stärke;
diese gewährt dem Mann Leistung und hohen Erfolg.
Während des fünften sollte der Mann auf Vermählung bedacht sein,
fortpflanzen sein Geschlecht für die künftige Zeit.
Während des sechsten festigen sich die Kräfte des Geistes,
nicht das Unmögliche mehr hat man als Ziel sich gesteckt.
Während des siebten und achten, vierzehn Jahre, bewährt er
im vortrefflichsten Grad Einsicht und Redegewalt.
Kräfte besitzt er noch während des neunten, doch taugen zu höchster
Leistung die Gaben des Geists wie auch der Rede nicht mehr.
Wurde die Vollendung des zehnten Jahrsiebts beschieden,
hat er die Stunde erreicht, die ihm zum Sterben bestimmt.
[τῆι δ‘ ἐνάτηι ἔτι μὲν δύναται, μαλακώτερα δ‘ αὐτοῦ
πρὸς μεγάλην ἀρετὴν γλῶσσά τε καὶ σοφίη.
τὴν δεκάτην δ‘ εἴ τις τελέσας κατὰ μέτρον ἵκοιτο,
οὐκ ἂν ἄρχος ἐὼν μοῖραν ἔχοι θανάτου.]

(Lust an der Geschichte: Leben im antiken Griechenland. Ein Lesebuch herausgegeben von Rolf Rilinger. München 1990, S. 59; Griechische Lyrik. Herausgegeben von Gerhard Wirth. Reinbek 1963, S. 89)

Frauen waren nicht der Rede wert. Oder sie alterten nicht.
 
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