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natuerliches_geschlecht

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natuerliches_geschlecht [2010/03/27 13:31]
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natuerliches_geschlecht [2015/08/15 19:11] (aktuell)
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 Danach sind im natürlichen Geschlecht __masculinum__:​ Danach sind im natürlichen Geschlecht __masculinum__:​
  
-Männer (**Cato**, **pirata**, **latro**); Völker (**civitas**, ​**Persæ**, **Spartiatæ**) und Gruppen mit mindestens einem Mann (**parentes**,​ **Atreidæ**,​ auch **homo**) - nicht aber 'das Volk, Leute, die Menge',​ Truppenteile und ähnlich '​gesichtslose'​ Massen;+Männer (**Cato**, **pirata**, **latro**); Völker (**Persæ**,​ **Spartiatæ**) und Gruppen mit mindestens einem Mann (**parentes**,​ **Atreidæ**,​ auch **homo**) - nicht aber 'das Volk, Leute, die Menge' ​(**civitas** f., **vulgus** n.), Truppenteile und ähnlich '​gesichtslose'​ Massen;
  
 Flüsse mit Ausnahme der Marne (**Matrona, -ae** f.) und anderer mit ausnahmsweise weiblicher Flussgottheit,​ nicht notwendig aber Bäche und Flüsschen (**Allia** f.) ohne Gottheit; Flüsse mit Ausnahme der Marne (**Matrona, -ae** f.) und anderer mit ausnahmsweise weiblicher Flussgottheit,​ nicht notwendig aber Bäche und Flüsschen (**Allia** f.) ohne Gottheit;
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 __neutrum__:​ __neutrum__:​
  
-Substantive,​ die nicht dekliniert werden können (**fas**, **nefas**, **nihil** , griechische Buchstaben wie **delta** (auch "​Nildelta"​);​+Substantive,​ die nicht dekliniert werden können (**fas**, **nefas**, **nihil** , griechische Buchstaben wie **alpha**, ​**delta** (dies auch "​Nildelta"​));
  
-- **nihil, nil** gilt als nicht deklinierbar;​ es bildet ja die fehlenden casūs von **nulla res**. Allerdings ist der Genetivus pretii **nihili** "​nichts (wert)"​ und der Ablativus mensurae **nihilo** "um nichts"​ belegt. Nachdem sogar der Akkusativ **nihilum** oder **nilum** belegt ist, mögen diese Formen von einem deklinierbaren Substantiv **nihilum, -i** n. "das Nichts"​ herrühren. -+- **nihil, nil** gilt als nicht deklinierbar;​ es bildet ja die fehlenden casūs von **nulla res**. Allerdings ist der Genetivus pretii **nihili** "​nichts (wert)"​ und der Ablativus mensurae **nihilo** "um nichts"​ belegt.?? 
 +Nachdem sogar der Akkusativ **nihilum** oder **nilum** belegt ist, mögen diese Formen von einem deklinierbaren Substantiv **nihilum, -i** n. "das Nichts"​ herrühren. -
  
 Infinitiv und Gerundium wie **amare, amandi...**:​ das Lieben, des Liebens [//​ACHTUNG//:​ Sie führen im Normalfall keine Adjective, sondern Adverbien mit sich! Das Geschlecht sieht man an Relativpronomina usw.]; Infinitiv und Gerundium wie **amare, amandi...**:​ das Lieben, des Liebens [//​ACHTUNG//:​ Sie führen im Normalfall keine Adjective, sondern Adverbien mit sich! Das Geschlecht sieht man an Relativpronomina usw.];
  
-substantivierte Wortformen aus anderen Wortklassen (**salve lætum** "​fröhliches Willkommen",​ **VII rubrum** "rote Sieben"​)+substantivierte Wortformen aus anderen Wortklassen (**salve lætum** "​fröhliches Willkommen",​ **VII (septem) ​rubrum** "rote Sieben"​)
  
 Im Zweifelsfall siegt das natürliche Geschlecht über das grammatische (anders als im Deutschen, wo '//​das//​ Mäd**chen**'​) und dann masculinum über femininum und Person über neutrum: Im Zweifelsfall siegt das natürliche Geschlecht über das grammatische (anders als im Deutschen, wo '//​das//​ Mäd**chen**'​) und dann masculinum über femininum und Person über neutrum:
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 Interessant ist mitunter der poetische Einsatz des natürlichen Geschlechtes:​ Attis erhält z.B. ab dem Zeitpunkt in der Handlung, wo er sich selbst entmannt hat, feminine Adjektiva zugesellt. Femininum kommt schließlich von fe-mina mit den Bedeutungsträgern,​ die wir eigenständig in **fu** "​pfui!"​ und **mas** "​Mann"​ (d.h. Männchen bei Tieren) finden, also in der starken Verneinung (der Geste des Ausspeiens!) und dem auf das Geschlechtliche reduzierten Grundwort. Frauen sind danach definiert als diejenigen Wesen, die keine Männer sind (wie englisch "​woman"​ kein "​man"​ - Mann, Mensch ist - mit der Vorsilbe //woe// "​Weh",​ die eine ähnliche negativierende Bedeutung hat) Eine Frau "aus eigener Würde"​ ist mulier, nicht femina. Interessant ist mitunter der poetische Einsatz des natürlichen Geschlechtes:​ Attis erhält z.B. ab dem Zeitpunkt in der Handlung, wo er sich selbst entmannt hat, feminine Adjektiva zugesellt. Femininum kommt schließlich von fe-mina mit den Bedeutungsträgern,​ die wir eigenständig in **fu** "​pfui!"​ und **mas** "​Mann"​ (d.h. Männchen bei Tieren) finden, also in der starken Verneinung (der Geste des Ausspeiens!) und dem auf das Geschlechtliche reduzierten Grundwort. Frauen sind danach definiert als diejenigen Wesen, die keine Männer sind (wie englisch "​woman"​ kein "​man"​ - Mann, Mensch ist - mit der Vorsilbe //woe// "​Weh",​ die eine ähnliche negativierende Bedeutung hat) Eine Frau "aus eigener Würde"​ ist mulier, nicht femina.
  
-Die Regeln zum natürlichen Geschlecht sind im Übrigen mit Vorsicht zu genießen, weil Ausnahmen möglich bleiben. Auch im Deutschen sind ja z.B. Schiffe femininum, auch wenn ihr Name es an sich nicht ist, wie die "​Meteor",​ die "​Amerika"​ oder die "​Kommerzienrat Hevermann",​ so wie Personenkraftwagen alle masculinum ("der Mercedes"​) und Motorzweiräder femininum sind ("die BMW"). Bei einsilbigen Namen sind aber Ausnahmen belegt wie der Pfeil“. Und so gibt es eben doch im Lateinischen feminine Flüsse, sehr viele neutrale Städte ​ (sogar so wichtige wie Hierosolyma,​ -orum n. in Abbildung der hebräischen Endung ​"​Jerusalem"​), neutrale Bäume usw. Auch militärische Einheiten haben grammatisches Geschlecht (turba, legio, cohors f.; manipulum n.), obwohl aus Männern bestehend, und vulgus, -i n. Menschenmenge,​ Pöbel ist eines der seltenen Neutra auf -us in der -o-Deklination.+Die Regeln zum natürlichen Geschlecht sind im Übrigen mit Vorsicht zu genießen, weil Ausnahmen möglich bleiben. Auch im Deutschen sind ja z.B. Schiffe femininum, auch wenn ihr Name es an sich nicht ist, wie die "​Meteor",​ die "​Amerika"​ oder die "​Kommerzienrat Hevermann",​ so wie Personenkraftwagen alle masculinum ("der Mercedes"​) und Motorzweiräder femininum sind ("die BMW"). Bei einsilbigen Namen sind aber Ausnahmen belegt wie das Schiff "der Pfeil“. Und so gibt es eben doch im Lateinischen feminine Flüsse, sehr viele neutrale Städte (sogar so wichtige wie Hierosolyma,​ -orum n. "​Jerusalem" ​in Abbildung der hebräischen Endung), neutrale Bäume usw. Auch militärische Einheiten haben grammatisches Geschlecht (turba, legio, cohors f.; manipulum n.), obwohl aus Männern bestehend, und vulgus, -i n. Menschenmenge,​ Pöbel ist eines der seltenen Neutra auf -us in der -o-Deklination.
  
natuerliches_geschlecht.txt · Zuletzt geändert: 2015/08/15 19:11 (Externe Bearbeitung)