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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Das Grab Ramses' II. #2 (154 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 18.05.2024 um 12:11 Uhr (Zitieren)
Diodorus Siculus I 47-49 (gemäß Hekataios):
48. Auf der ersten Wand ist der König abgebildet, wie er eine vom Fluß umschlossene Stadt belagert und seinen Leuten voran zusammen mit einem Löwen, der ihm, furchtbar anzusehen, zur Seite steht, gegen die Feinde kämpft. Von denen, die das Bild erläuterten, sagten die einen, der Löwe sei gezähmt gewesen und tatsächlich von dem König gehalten worden, habe mit ihm zusammen Gefahren bestanden und mit seiner Körperkraft die Feinde in die Flucht geschlagen. Andere erzählten, der König selbst sei sehr tapfer gewesen und dazu stolz, und in der Absicht, sich selbst zu rühmen, habe er mit dem Löwenbild seine eigene Persönlichkeit verdeutlichen wollen.

Auf der zweiten Wand ist abgebildet, wie die Gefangenen ohne Geschlechtsteile und Hände durch den König abgeführt werden, wodurch anscheinend gesagt werden soll, daß sie feige und in schwerer Lage unbrauchbar waren.
Die dritte Wand enthält verschiedenartige Meißelarbeiten und glänzende Gemälde, auf denen dargestellt ist, wie der König Stiere opfert und nach dem Kriege einen Triumphzug aufführt.
In der Mitte der Halle aber steht unter freiem Himmel ein Altar aus herrlichstem Gestein errichtet, in der Ausführung großartig und an Ausmaßen bewundernswert.

Vor der letzten Wand befinden sich zwei Standbilder, sitzende Gestalten von 27 Ellen und aus einem Steine gefertigt. An ihrer Seite sind drei Durchlässe angebracht, die aus einem Peristyl herausführen. Man gelangt auf diese Wege in ein Gebäude, das auf Säulen ruht, in der Art eines Odeons gebaut und von zwei Plethren Seitenlänge.

In ihm steht eine Menge hölzerner Statuen, welche Prozessierende darstellen, wie sie auf die Richter hinsehen. Diese wiederum sind in die Wände eingemeißelt, dreißig an der Zahl, in ihrer Mitte der Oberrichter: Er trägt an seinem Halse herabhängend das Bild der Gerechtigkeit (6), welches die Augen geschlossen hält. Die Darstellung soll andeuten, daß die Richter keine Geschenke annehmen dürfen, der Oberrichter aber die Gerechtigkeit aller im Auge zu behalten hat.

49. Daran schließt sich ein freier Platz, von verschiedenen Gebäuden umgeben, an denen mancherlei Arten wohlschmeckendster Speisen dargestellt sind.

Unter anderen eingemeißelten Bildern findet man in besonders leuchtenden Farben abgebildet auch den König, wie er der Gottheit Gold und Silber darbringt, das er alljährlich aus ganz Ägypten von den entsprechenden Bergwerken zu erhalten pflegte, und darunter steht die Menge, dem Wert des Silbers nach 32 Millionen Minen.
Unmittelbar danach folgen die heilige Bibliothek, an der die Aufschrift angebracht ist „Heilstatt der Seele [ἐξῆς δ‘ ὑπάρχειν τὴν ἱερὰν βιβλιοθήκην, ἐφ‘ ἧς ἐπιγεγράφθαι Ψυχῆς ἰατρεῖον], und an diese anschließend Standbilder der ägyptischen Götter, denen wiederum der König Geschenke bringt, wie sie jedem von ihnen gebühren, so als wolle er Osiris und den anderen Richtern in der Unterwelt beweisen, daß er sein Leben fromm und gerecht gegen Götter und Menschen hingebracht habe.

Unmittelbar an die Bibliothek schließt sich ein ausgezeichnet ausgestalteter Saal mit 20 Sitzplätzen und Standbildern von Zeus, Hera und auch der Königs selbst. In ihm ist offensichtlich der König bestattet.

(6) Ma'at
 
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