α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Sieben harte Fakten zu Jesus (86 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.12.2025 um 17:23 Uhr (Zitieren)
1. Jesus stammte aus Galiläa. Er hatte mehrere Geschwister. Die Namen seiner Brüder waren Jakobus, Joses, Judas, Simon; seine Mutter hieß Maria. Name und Identität seines Vaters waren unbekannt.

2. Die Taufe Johannes des Täufers geschah zur Vergebung der Sünden (Mk 1, 4). Ihr unterzog sich auch Jesus und teilte Johannes‘ Erwartung, dass Gott in der nahen Zukunft Gericht halten werde.

3. Jesus setzte voraus, dass Satan aus dem Himmel gestürzt worden sei. Dies bestätigten Jesus seine eigenen Exorzismen, durch die Satans Diener, die Dämonen, verjagt wurden. Infolge magisch-exorzistischer Erfolge hatte Jesus großen Zulauf in der Bevölkerung Galiläas.

4. Jesus richtete den Umkehrruf an das jüdische Volk und dessen religiöse Führer. Von seinem missionarischen Eifer nicht ablassend, erzählte er Gleichnisse vom nahen Reich Gottes und spannende Geschichten, die von seiner poetischen Kraft zeugten. Als Prophet verschärfte und kritisierte Jesus die Thora, weil er sich dazu von Gott, den er liebevoll „Abba“ nannte (1), berufen fühlte.

5. Jesus gründete den Zwölferkreis in der Erwartung, dies werde demnächst zur Wiederherstellung der zwölf Stämme Israels führen. Er war ein Wanderlehrer und sammelte Jünger um sich. Sein Leben hatte ein Gefälle nach unten, zu Armen, anrüchigen Frauen, Zöllnern und „Sündern“; mit ihnen allen hielt er, wenn sie wollten, Tischgemeinschaft.

6. Mit einer symbolischen Handlung, dem Umstürzen der Tische der Geldwechsler, kündigte er die Zerstörung des alten Heiligtums an, um dem neuen Tempel Platz zu schaffen; er wartete auf das unmittelbar bevorstehende Ende der alten Welt.

7. Jesus war ganz Mensch; er hatte Leib und Seele wie wir und war den gleichen medizinisch-biologischen Gesetzen unterworfen. Er wurde wie alle Menschen von einem Mann gezeugt und von einer Frau geboren. Er starb, ebenso wie alle Menschen starben oder sterben werden. In den letzten acht Minuten des Lebens geschah mit seinem Körper, was mit dem Körper jedes sterbenden Menschen geschieht.
Der Tod tritt mit dem definitiven Verlust der Funktionsfähigkeit des Großhirns etwa acht Minuten nach Stockung der Blutzufuhr ein. Die vier biologischen „Eintrittspforten des Todes“ (Hirn, Herz, Lunge, Blut) bewirken,

daß man den Vorgang des Sterbens äußerlich wahrnehmen kann. Versagen der Atmung, der Sauerstoffversorgung, des Blutumlaufs, des Herzmuskels und Veränderung des Blutes selbst haben wahrnehmbare Folgen. Als wahrnehmbare Vorboten des Todes lassen sich nennen: „Verwesungsgeruch in der Ausatmungsluft; die Facies hippocratica mit der sich scharf profilierenden Nase, dem halboffenen Mund, dem Herabsinken der Augenlider; unwillkürlicher Abgang von Urin und Kot; kalter Schweiß und Totenblässe der Haut.“ (2)

Diesem erbärmlichen und zugleich normalen menschlichen Sterben Jesu folgte aus medizinisch-biologischen Gründen keine Auferstehung. (3)

(Gerd Lüdemann: Der echte Jesus. Seine historischen Taten und Worte. Ein Lesebuch. Springe 2013, S. 15-17)

(1) Mk 14, 36 (vgl. Lk 11, 2)
(2) Eberhard Jüngel: Tod. Stuttgart 1971, S. 33 (Zitat aus Adolf Faller: Biologisches von Sterben und Tod; in: Anima 1956, S. 260 ff.)
(3) Zu den historisch-kritischen Einwänden gegen eine leibliche Auferstehung Jesu vgl. Gerd Lüdemann: Die Auferweckung Jesu von den Toten. Ursprung und Geschichte einer Selbsttäuschung, Springe 2002.

Re: Sieben harte Fakten zu Jesus
??? schrieb am 29.12.2025 um 12:42 Uhr (Zitieren)
Warum schon wieder Theologie!
Es ist bekannt, dass du nicht an Auferstehung glaubst als bekennender Atheist bzw. Agnostiker.

Hier wurde eine mögliche Erklärung genannt:
Marxsen formulierte in seinen Lehrveranstaltungen sinngemäß stets: „Ostern bedeutet, dass der am Kreuz ‚gescheiterte‘ Glaube neu gewagt wurde“, wobei er die Inhalte des nachösterlichen Glaubens als im Prinzip die gleichen sah wie diejenigen zur Zeit des Lebens und Wirkens Jesu. Er bezeichnete die Auferstehung Jesu als „Widerfahrnis des Sehens“ gegenüber seinen Jüngern und als ein „zeitbedingtes Interpretament“.


Hinweis:
Urheberrechtliche Bewertung:

NEIN, NICHT ZULÄSSIG.
Schutzfrist: Der Text ist bis 2091 geschützt (70 Jahre nach Tod des Autors).
Kein Zitatrecht: Ein reines „Copy & Paste“ ohne eigene inhaltliche Auseinandersetzung ist illegal.
Umfang: Der Text ist zu lang, um als zulässiges Kleinzitat zu gelten.[quote]

Folge: Bei Veröffentlichung drohen kostenpflichtige Abmahnungen durch den Verlag.[/quote]
 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Sonnenuntergang

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.