Persephone schrieb am 26.01.2026 um 11:45 Uhr (Zitieren)
Da KI-Beiträge hier ein heißes Thema zu sein scheinen, könnte folgende Entwicklung, die noch in den Kinderschuhen steckt, vllt. interessieren - LLMs, die ausschließlich mit historischen Daten trainiert werden und so versuchen, die "Denkweise" einer Epoche zu imitieren:
Γραικύλος schrieb am 26.01.2026 um 11:52 Uhr (Zitieren)
Das ist interessant.
Was wird KI leisten, wenn sie erst den Kinderschuhen entwachsen sein wird?
Hier als störend empfinde ich Beiträge, die aus nichts weiter als ungeprüft übernommenen KI-Erzeugnissen bestehen. Da dankt dann der denkende Mensch freiwillig ab.
Wir sollten der KI nicht einfach das Feld überlassen.
Re: HLLMs
Γραικύλος schrieb am 26.01.2026 um 11:54 Uhr (Zitieren)
Herzlich willkommen übrigens, Persephone!
Re: HLLMs
Persephone schrieb am 26.01.2026 um 12:41 Uhr (Zitieren)
Danke für die nette Begrüßung! Solche unkommentierten KI-Beiträge finde ich der Diskussionskultur auch nicht besonders zuträglich.
Bei den HLLMs habe ich mich gefragt, ob es irgendwann so sein könnte, dass sie zum Beispiel ausschließlich an der Überlieferung der griechisch-römischen Antike trainiert werden, dann aber auf die Gegenwart blicken und uns etwas aus ihrer historischen Perspektive über uns erzählen, was wir nicht sehen können. Wie der Fisch das Wasser nicht sieht, in dem er schwimmt.
Re: HLLMs
Γραικύλος schrieb am 26.01.2026 um 13:30 Uhr (Zitieren)
Genau das wäre im Sinne der heutigen Beschäftigung mit der Antike, wäre ihre, wie ich meine, deren eigentliche Aufgabe.
So wie man sich dessen, was man selbst ist, ja nur bewußt wird durch die Begegnung mit dem Anderen.
Auch der erwähnte Fisch versteht das Wasser erst, wenn er mal am Lande danach japst.
Als mir rasch in den Sinn kommende Beispiele möchte ich nennen:
- die antike Sklaverei und unser Standpunkt von der Rechtsgleichheit aller Menschen
- das antike Patriarchat und unser Standpunkt von der Selbständigkeit der Frau
- Polytheismus und Monotheismus
Es gibt sicher noch Beispiele, die nicht so klar zutage liegen und bei denen noch Neuland zu betreten wäre, aber die fallen mir gerade nicht ein.
Dabei liegt die Besonderheit der Antike darin, daß sie uns zwar fremd ist, aber nicht so fremd wie die australischen Aborgines, weil sie zugleich unsere eigene Vergangenheit ist, aus der und in Auseinandersetzung mit der unsere Gegenwart entstanden ist.
Deshalb habe ich meinem letzten Buch den Untertitel "Blicke in eine uns ferne und nahe Zeit" gegeben.