Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten (287 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 01.02.2026 um 03:11 Uhr (Zitieren)
(Nikobulos von Rhodos: Fragmente. Hrsg. v. Eduard Holzhausen. Leipzig 1908, S. 12)
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Aurora schrieb am 01.02.2026 um 06:19 Uhr (Zitieren)
Wer soll das sein? Im Netz finde ich nichts über ihn.
Ich stieß auf einen Nikobulos, gegen den Demosthenes eine Rede gehalten haben soll.
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Γραικύλος schrieb am 01.02.2026 um 23:03 Uhr (Zitieren)
Es handelt sich um eine Falle. Ich hatte die Hoffnung, daß unser Gemini-Freund seine KI damit befaßt, und war auf das Ergebnis gespannt.
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Aurora schrieb am 02.02.2026 um 06:33 Uhr (Zitieren)
Wenn ich bei Gemini anfrage, kommt diese Antwort:
Warum stellst du solche Fallen?
Das passt irgendwie nicht in das Bild, das ich von dir habe?
Willst du damit KI blamieren?
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 02.02.2026 um 09:25 Uhr (Zitieren)
Na, die Auskünfte sind ja an Schwammigkeit und Unverbindlichkeit schwer zu überbieten. „In antiken Quellen“, „Es gibt Hinweise“, „taucht in militärischen und diplomatischen Kontexten auf“ … Schockschwerenot, welche Quellen sind das denn?! Ja, wo sind sie denn zu finden, die Hinweise, und wie lauten sie tatsächlich?! Warum nennt das geniale Detektivbüro nicht Roß und Reiter? Warum wird die Quelle für die konkret behauptete Teilnahme „an den Perserkriegen“ nicht offengelegt, wo doch eingangs konstatiert wird, ein Namensträger sei als Einzelperson nicht faßbar?! Was, in Dreiteufelsnamen, steht denn da, und wo???
Jedem Quintaner hätte man so ein Machwerk um die Ohren gehauen, ein besseres Beispiel für die intellektuelle Unredlichkeit dieser „““““Intelligenz „“““““ kann man sich kaum vorstellen.
Und die Glanzleistung der „geographischen Zuordnung“! Da braucht es wirklich Rechenzentren, eine Lokalisierung von solcher Präzision zu liefern, die ihre Dürftigkeit nur mühsam mit dem Hinweis auf „die mächtige Inselrepublik [sic!]“ zu bedecken sucht.
Slob at its best, und verblendet, wer solch „intelligente“ Information für bare Münze nimmt. Und die Krone des Ganzen: dieser Schund ist von nun an in der Datensammlung für die Ewigkeit festgehalten.
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Patroklos schrieb am 02.02.2026 um 09:49 Uhr (Zitieren)
The house sparrow, disclosing his command of English, might add:
Slob: The meaning "untidy person," often with implications of "dull, slow, loutish, easily imposed upon," emerged in 1887.
(etymoline)
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 02.02.2026 um 10:00 Uhr (Zitieren)
Wie soll man eine Maschine ‚blamieren‘ können. Blamiert sind die, die sich auf jene verlassen und in ihren Orakelsprüchen die reine Wahrheit „ohnfehlbar“ erhalten zu haben dünken.
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 02.02.2026 um 10:08 Uhr (Zitieren)
Solche Bemerkungen pickt der Hausspatz vergnügt und begierig auf, Patrokle, und dankt mit einem fröhlichen Tschilp!
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Γραικύλος schrieb am 02.02.2026 um 10:44 Uhr (Zitieren)
Welche Frage hast Du denn an Deine KI gestellt, Aurora? Offenbar keine zum Text.
Mein Schwiegervater schrieb auf einen der vielen Zettel, die er hinterließ: "Ich warte nicht auf den Tod. Der Tod wartet auf mich."
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Persephone schrieb am 02.02.2026 um 11:59 Uhr (Zitieren)
Ich habe das Zitat also zunächst unkommentiert und ohne Frage eingegeben.
So geht es dahin. Man kann in diesem "Dialog" mit Gemini also viele Abzweigungen in Labyrinthe nehmen, und jede Information beeinflusst das Ergebnis.
Gibt man das Zitat von Anfang z.B. als von Schopenhauer aus und meldet keine Zweifel an, liefert die KI natürlich bereitwillig Argumente, warum das ausgezeichnet zu seiner Denkweise passe.
Re: Zwei Arten, sich zum Tode zu verhalten
Γραικύλος schrieb am 02.02.2026 um 15:57 Uhr (Zitieren)
Da gibt sich "jemand" redliche Mühe, und ich habe schon weitaus schlechtere Interpretationen gelesen.
Arno Schmidt ist allerdings eine Sackgasse.
Der Aphorismus stammt von mir und ist im Zusammenhang mit der Arbeit an einem neuen Buch über Sterben und Tod entstanden, das in Kürze erscheinen soll.
Was hatte ich dabei im Hinterkopf? Sophokles (das Zweitbeste nach der optimalen, aber verfehlten Option, nicht geboren zu werden), Sartre (der Vergleich mit der Hinrichtung), vor allem aber Beckett: "Das ist es doch, worauf es ankommt: Bringen wir es hinter uns!" (frei zitiert)
Zu den Stoikern zähle ich mich nicht, eher zu den Epikureern.