α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Zum Weltfrauentag (116 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 08.03.2026 um 16:23 Uhr (Zitieren)
Einen Weltfrauentag gab es in der Antike nicht. Hat sich sonst noch etwas geändert, gar zum Besseren?
pps. FRANKFURT. Von einem „Rückschlag für die körperliche Selbstbestimmung“ spricht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltfrauentags an diesem Sonntag, dem 8. März. Demnach kann nicht einmal jede zweite erwachsene Frau auf der Welt über ihren eigenen Körper selbstbestimmt entscheiden, das heißt, sie kann weder zu einem Arzt gehen, ohne ihre Eltern oder ihren Ehemann um Erlaubnis zu fragen, noch kann sie ohne Zustimmung eine Schwangerschaft verhüten.

Besonders dramatisch stellt sich die Situation für Frauen in Krisen- und Konfliktregionen dar. Sie sind ganz besonders Leidtragende der stetig wachsenden Zahl an globalen Konflikten, wie ein aktueller Bericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) zeigt. Demnach lebten schon 2024 rund 676 Millionen Frauen und Mädchen innerhalb von 50 Kilometern von einem tödlichen Konflikt entfernt, das war der höchste Wert seit den Neunzigerjahren – und er ist seitdem noch einmal angestiegen.

Infolgedessen stieg die Zahl der konfliktbedingten sexuellen Gewaltverstöße um 87 Prozent. Laut UNFPA betraf das allein in den vergangenen zwölf Monaten etwa jede zehnte Frau weltweit. Von den Überlebenden suchten danach weniger als 40 Prozent irgendeine Form von Hilfe. „Ein noch geringerer Anteil wendet sich an staatliche Stellen wie die Polizei“, schreibt die DSW.

Mindestens ebenso wichtig wie die strafrechtliche Verfolgung ist laut der DSW aber die Vorbeugung sexueller Gewalt. Dazu gehören neben Präventionsprogrammen vor allem eine umfassende Sexualaufklärung. Ultrakonservative Bewegungen bekämpften inzwischen aber die über Jahrzehnte mühsam erlangten Fortschritte. Besondere Sorgen bereitet der Kurs der amerikanischen Regierung, die diesen Bewegungen neuen Aufschwung gebe. „Aktuellstes Beispiel ist die von Donald Trump erlassene Erweiterung der Global Gag Rule, mit der sämtliche Hilfsgelder für Organisationen gestrichen werden, die sich für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte einsetzen“, schreibt die DSW.

Laut den Zahlen von UNFPA erlebt fast jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt, in mehr als der Hälfte der Länder der Welt (54 Prozent) wird eine Vergewaltigung nicht einmal als eine Straftat verfolgt. Nach nationalem Recht kann ein Mädchen auch noch in mehr als zwei Drittel aller Länder zu einer Heirat gezwungen werden.

(FAZ vom 7. März 2026)

Die vieldiskutierte Streichung der Unterstützung durch die Trump-Regierung lenkt etwas ab von der Zahl derjenigen Länder, die nur deshalb keine Unterstützung gestrichen haben, weil sie nie eine geleistet haben.
Re: Zum Weltfrauentag
βροχή schrieb am 08.03.2026 um 18:12 Uhr (Zitieren)
in mehr als der Hälfte der Länder der Welt (54 Prozent) wird eine Vergewaltigung nicht einmal als eine Straftat verfolgt. Nach nationalem Recht kann ein Mädchen auch noch in mehr als zwei Drittel aller Länder zu einer Heirat gezwungen werden.


Und das wird auch so bleiben... weil Voelkerrecht geht ueber Menschenrecht.

Re: Zum Weltfrauentag
Γραικύλος schrieb am 08.03.2026 um 18:25 Uhr (Zitieren)
Das sind für mich die schrecklichsten Zahlen.
Re: Zum Weltfrauentag
m schrieb am 08.03.2026 um 18:56 Uhr (Zitieren)
Das sind für mich die schrecklichsten Zahlen.

Wen wundert das angesichts der Brutalität,
mit der die Evolution vorgeht?
Der Sexualtrieb ist ihr Produkt, das sie mit wesentlich vorangebracht hat.

Auch hier könnte man die Gottesfrage stellen und
wird in einer Aporie enden.
Ein weiterer Fels des Atheismus.
Re: Zum Weltfrauentag
Γραικύλος schrieb am 08.03.2026 um 19:00 Uhr (Zitieren)
Die Evolution hat sehr viele Arten von sexuellen Beziehungen hervorgebracht.
Hier, bei den genannten Zahlen, geht es um Rechtsverhältnisse.
Re: Zum Weltfrauentag
Γραικύλος schrieb am 08.03.2026 um 19:19 Uhr (Zitieren)
Das Partriarchat ist kein Resultat der Biologie und hat in der weitaus längsten Zeit der Existenz des Homo sapiens auch nicht existiert, es ist eine Folge der gesellschaftlichen Veränderungen im Zuge der Neolithischen Revolution.
Re: Zum Weltfrauentag
βροχή schrieb am 09.03.2026 um 00:37 Uhr (Zitieren)
Die Evolution für das Patriarchat verantwortlich zu machen, ist eine Ausrede. Die Evolution zu personifizieren, ist eine Ausrede. Für Rechtsverhaeltnisse sind Menschen verantwortlich.
 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Küste

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.