βροχή schrieb am 15.03.2026 um 14:56 Uhr (Zitieren)
Krieg ist Aggression von Gruppen. Das machen schon Schimpansenhorden.
Der Mensch auch, mit dem Unterschied, dass seine Möglchkeiten zur Zerstörung größer sind.
Ein Antropologe, der einen Urwaldstamm im Dschungel erforschte, berichtete darüber wie er einen Eingeborenen im Kleinflugzeug eine Strecke mitnehmen wolte. Am Treffpunkt hatte der ein paar Steinbrocken zurechtgelgt, mit der Bitte, diese mitzinehmen. Auf die Frage wozu sagte der, er wolle die Gelegenheit nutzen und die Steine auf den Nachbarstamm von oben abwerfen.
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
Moderator - pro info schrieb am 16.03.2026 um 18:45 Uhr (Zitieren)
Mir ist dieses Buch von ihm bekannt:
Wilde Diplomaten. Versöhnung und Entspannungspolitik bei Affen und Menschen.
Carl Hanser Verlag, München 1991
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
Persephone schrieb am 16.03.2026 um 23:39 Uhr (Zitieren)
Wie im Artikel zu lesen, geht es nicht um beliebige Formen kollektiv ausgeübter Aggression bzw. Gewalt (Fehden, Massaker, kannibalistische Überfälle), sondern um die Urgeschichte des Kriegs "im Sinne eines organisierten, unter Einsatz erheblicher personeller Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragenen Konflikts."
Dazu beweisen weder Schimpansen noch Anekdoten über zeitgenössische "Eingeborene" etwas. Ersteren fehlt die systematische kulturelle Institutionalisierung von Krieg, Letztere sind mit ihrer jahrtausendelangen Geschichte,insbesondere dem komplexen Kontakt zu Moderne (spätestens wenn Flugzeuge benutzt und verstanden werden) nicht einfach lebende Fossile aus der Urgeschichte.
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
βροχή schrieb am 17.03.2026 um 01:48 Uhr (Zitieren)
Genau das war eben nicht der Fall, es war eine isolierte Gruppe, die sahen zum ersten mal fremde.
Jene Version der Gruppenaggression der sesshaften war keine Neuentstehung von etwas zuvor nicht vorhandenem, sondern die Weiterentwicklung bzw. Verstaerkung von etwas zuvor schon praktizierten entsprechend den weiterentwickelten Möglichkeiten.
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
βροχή schrieb am 17.03.2026 um 02:12 Uhr (Zitieren)
Isolierte Buschmenschen waren nicht blöd. Um zu erkennen, dass ein Gehäuse abhebt und sich durch die Luft bewegt, muss man seine Technik nicht verstehen. Die verstehen gewöhnliche zivilisierte Flugpassagiere auch nicht.
Das sind wir doch auch :)
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
Persephone schrieb am 17.03.2026 um 02:56 Uhr (Zitieren)
Ich nehme mal an, eine seriöse Quelle für die Anekdote, denn mehr ist es ja nicht, ist so schwer zu ermitteln wie der Aufenthalt dieser "Eingeborenen".
Als Beispiel für die wissenschaftliche Kontroverse um angeblich besonders gewalttätige indigene Volksgruppen, die für die These, dass Krieg und organisierte Gewalttätigkeit evolutionär tiefer verankert ist:
Persephone schrieb am 17.03.2026 um 02:57 Uhr (Zitieren)
… die für die These, dass Krieg und organisierte Gewalttätigkeit evolutionär tiefer verankert ist, herangezogen wurden:
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
βροχή schrieb am 17.03.2026 um 03:16 Uhr (Zitieren)
Es war ein Interview mit einem Antropologen im öffentlichrechtlichen. Ich hatte gerade keinen Stift zur Hand um es als Quellenangabe fürs Internet zu notieren. Viell. hat der es erfunden, ich kann leider kein copyright beanspruchen.
... habe ich die Anekdote nicht gebracht. Die waren freundlich zu den Forschern. Der Wunsch, die Nachbarn zu attakieren kam für die Amtropologen überraschend.
Diese These speist sich aus Beobachtungen.
Re: Zur Urgeschichte des Krieges
info schrieb am 17.03.2026 um 11:47 Uhr (Zitieren)