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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas (49 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 20.03.2026 um 18:23 Uhr (Zitieren)
Re: Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas
Γραικύλος schrieb am 21.03.2026 um 11:09 Uhr (Zitieren)
Wenn man annimmt, daß die Ureinwohner Amerikas (die nicht die heutigen Indianer sind) über die Beringstraße eingewandert sind, dann müßten die Siedlungsspuren auf dem Kontinent von Norden nach Süden hin immer jünger werden. Das scheint nicht der Fall zu sein.

Die Siedlungsspuren in Südamerika scheinen so alt zu sein, daß die Menschen von Norden, von der Beringstraße her einen damals existierenden Eisschild hätten überqueren (oder zur See umfahren) müssen.

Das ist das Problem. Und es hängt von der Datierung der Funde in Südamerika ab. Meines Wissens beschränken sich die auffallend frühen Siedlungespuren allerdings nicht auf diese eine Fundstelle, um die es in dem Artikel geht.
Re: Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas
Γραικύλος schrieb am 22.03.2026 um 18:18 Uhr (Zitieren)
Andere Fundstellen:
Die Vermutung, der Mensch habe sich bereits lange vor dem Ausklang der letzten Eiszeit vor 13000 Jahren auf dem amerikanischen Doppelkontinent breitgemacht, wird allmählich zur Gewissheit. Nach teilweise kontroversen Funden früher menschlicher Spuren in Chile (mehr als 14500 Jahre alt) und Brasilien (mehr als 20000 Jahre alt) berichten Archäologen nun in Nature, dass sie aus 26500 Jahre alten Ablagerungen in einer mexikanischen Höhle Steinwerkzeuge bergen konnten. Damit ist belegt, dass Menschen schon vor dem letzten Vorstoß eiszeitlicher Gletscher in Amerika lebten. Dieses Eis versperrte den Zugang über die Behringstraße im Zeitraum von vor etwa 26000 bis 19000 Jahren.

Die Autoren der Nature-Studie vermuten sogar, dass der Mensch schon vor 33000 Jahren in die Neue Welt kam – keine zehntausend Jahre nach der mutmaßlichen Ankunft des Homo sapiens in Mitteleuropa.

(FAS vom 26. Juli 2020)

Chiles Monte Verde ist also bei weitem nicht das größte chronologische Problem!
Re: Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas
Γραικύλος schrieb am 22.03.2026 um 18:20 Uhr (Zitieren)
Zu der jüngsten Neudatrierung von Monte Verde vgl. FAS vom 22. März 2026.
Re: Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas
Γραικύλος schrieb am 22.03.2026 um 18:20 Uhr (Zitieren)
Neudatrierung --> Neudatierung
Re: Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas
Γραικύλος schrieb am 22.03.2026 um 18:23 Uhr (Zitieren)
Vgl. auch "Vor den Clovis waren schon lange andere da" in [/i]Spektrum Geschichte[/i] 06.20, S. 78-81.

Es geht nicht nur um den Fund in Chile!
Re: Neues zur Datierung der Besiedlung Amerikas
Γραικύλος schrieb am 22.03.2026 um 18:45 Uhr (Zitieren)
Zwischen 1977 und 1985 wurden nahe Monte Verde im Süden Chiles prähistorische Siedlungsspuren ausgegraben, derentwegen man Geschichtsbücher umschrieb. Denn Radiocarbondatierungen an den Hölzern dort ergaben ein Alter der Siedlung von 14.500 Jahren – anderthalbtausend Jahre älter als die sogenannte Clovis-Kultur in Nordamerika, die bis dahin als die frühesten Spuren von Menschen in der Neuen Welt galten. Doch nun ist Monte Verde seinen Rang als Kronzeuge für eine frühere Ausbreitung des Homo sapiens über den amerikanischen Doppelkontinent möglicherweise wieder los. Ein Team amerikanischer und chilenischer Forscher hat die Stätte neu untersucht und festgestellt, dass die Sedimente, auf denen die prähistorischen Spuren gefunden wurden, viel jünger sind und das seinerzeit datierte Holz aus älteren Schichten in das Tal hineingeschwemmt worden sein musste. Die Forscher berichten in Science, die Siedlung seien [sic!] nur zwischen 8200 und 4200 Jahre alt.

(FAS vom 22.3.2026)

Sind Radiocarbondatierungen im Gegensatz zu Sedimentschichten nicht absolute Datierungen?
 
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