α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Judenverfolgung in der Antike #3 (140 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 29.04.2026 um 23:09 Uhr (Zitieren)
(Fortsetzung Antiochos IV. Epiphanes)
Viele aus dem Volk – jeder, der vom Gesetz abfiel – schlossen sich ihnen an und verrichteten Übeltaten im Land. Sie nötigten Israel dazu, sich in Schlupfwinkeln aller Art versteckt zu halten. Am 15. Kislew des Jahres 145 ließ der König über dem Brandopferaltar einen verwüstenden Greuel aufbauen, und in den Ortschaften über ganz Juda hin errichtete man Höhlenheiligtümer. An den Türen der Häuser und auf den freien Plätzen räucherte man. Die Buchrollen des Gesetzes, soweit man sie fand, riß man entzwei und verbrannte sie. Wo immer bei jemandem sich eine Bundesrolle fand oder wer immer am Gesetz festhielt, wurde durch königliches Gericht mit dem Tod bestraft.

So gingen sie mit aller Schärfe gegen Israel vor, gegen alle, die man Monat für Monat in den Städten aufstöberte. Am 25. des Monats Kislew opferte man auf dem Altar, der auf dem Brandopferaltar stand. Die Frauen aber, die ihre Söhne beschneiden ließen, verurteilte man vorschriftsmäßig zum Tod. Die Kinder hängte man ihnen um den Hals. Ebenso tötete man ihre Angehörigen sowie jene, welche die Beschneidung vornahmen.

Viele Israeliten aber waren starkmütig und fest dazu entschlossen, nichts Unreines zu essen. Lieber wollten sie sterben als sich an den Speisen verunreinigen und den heiligen Bund entweihen. Sie nahmen den Tod auf sich.
Ein gewaltiges Zorngericht lag auf Israel.

[Es folgt der Bericht über den Hasmonäer-Aufstand gegen Antiochos.]

[1 Makkabäer 1, 10-64]


Re: Judenverfolgung in der Antike #3
Quoth schrieb am 30.04.2026 um 13:24 Uhr (Zitieren)
Die KI hätte ich auch selber fragen können, hätte es wahrscheinlich aber nicht getan, weil mich der Vorgang nicht genügend interessierte. Nun wurde mir eine KI-Antwort präsentiert, ich habe sie gelesen - und fühle mich durchaus gut und glaubwürdig aufgeklärt, auch wenn die Info nicht aus einem gedruckten lexikalischen Text oder aus Wikipedia stammt. Worin liegt der Unterschied? Fehleranfällig sind alle drei. Das Einzige, was mir an der Einbringung von KI missfällt, ist, dass dadurch der Dialogcharakter des Forums ausgehöhlt wird. Aber man kann die KI-Texte ja einfach ignorieren, und das ist, so weit ich sehe, auch bereits Praxis.
Re: Judenverfolgung in der Antike #3
info schrieb am 30.04.2026 um 16:11 Uhr (Zitieren)
Texte aus der Bibel sind immer problematisch, weil
sie Historie und Theologie vermischen, wobei
oft fast nichts historisch ist.
Daher geht es nicht ohne Fachexegese, die dem Rechnung
zu tragen versucht, aber auch oft/meist??
interessengeleitet ist.
(konservative kirchliche Exegese, sehr beliebt bei
Dogmatiker, wie z.B. das Jesusbuch von
Benedikt XVI. zeigt.
Gerd Lüdemann sagt dazu:

Wäre nicht der Papst der Verfasser dieses Buches, würde es von akademischen Exegeten nicht oder doch nur als eine peinliche Entgleisung zur Kenntnis genommen werden und in kirchlichen Buchläden bald verstauben. Da in ihm der oberste Pontifex der römisch-katholischen Kirche die Vernunft vor den Karren des Glaubens spannt, muss - auch stellvertretend für alle Katholiken, die historisch-kritische Exegese betreiben - der intellektuelle Skandal eines solchen Vorgehens angeprangert werden. Écrasez l'infâme!


https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/papst-benedikts-jesus-buch-eine-peinliche-entgleisung-a-479636.html

Re: Judenverfolgung in der Antike #3
Γραικύλος schrieb am 30.04.2026 um 16:20 Uhr (Zitieren)
Da haben wir sie wieder, "die üblichen Verdächtigen": Jesus und Papst Benedikt.
Was haben sie mit Quoth' Hinweis auf die problematischen Folgen des geballten KI-Einsatzes für die Gesprächskultur zu tun?
Ein Wikipedia-Link, wenn's denn der Wahrheitsfindung hilft, würde weit weniger stören.
Re: Judenverfolgung in der Antike #3
info schrieb am 30.04.2026 um 17:05 Uhr (Zitieren)
Was haben sie mit Quoth' Hinweis auf die problematischen Folgen des geballten KI-Einsatzes für die Gesprächskultur zu tun?

Ki liefert meist schnelle und gute Erklärungen
bei bibelexegetischen Problemen.

Der Beitrag bezog sich auf die zitierte Bibelstelle.
Auch sie sollte historisch-kritisch betrachtet werden wie
JEDE Stelle aus der Bibel, mit der auch
heute noch viel Schindluder getrieben wird.

Wie man sieht, scheuen sich auch Päpste nicht,
sich daran zu beteiligen und das als renommierte
Theologen von Weltruf, die sogar unter einst
atheistischen Journalisten Anklang finden,
ja begeistert gefeiert werden, wie der Fall Peter
Seewald zeigt, auf dessen jüngstes Buch ich
aufmerksam gemacht habe.
Ob er, von der Todesangst gepackt, eine
Metanoia vollzogen hat, hebräisch: Teschuwa (תְּשׁוּבָה),
und zum alten Glauben zurückgeängtigt wurde?
Metus facit apostatas pios?

Re: Judenverfolgung in der Antike #3
Bukolos schrieb am 01.05.2026 um 15:15 Uhr (Zitieren)
Zitat von Quoth am 30.4.26, 13:24Die KI hätte ich auch selber fragen können, hätte es wahrscheinlich aber nicht getan, weil mich der Vorgang nicht genügend interessierte. Nun wurde mir eine KI-Antwort präsentiert, ich habe sie gelesen - und fühle mich durchaus gut und glaubwürdig aufgeklärt, auch wenn die Info nicht aus einem gedruckten lexikalischen Text oder aus Wikipedia stammt. Worin liegt der Unterschied? Fehleranfällig sind alle drei. Das Einzige, was mir an der Einbringung von KI missfällt, ist, dass dadurch der Dialogcharakter des Forums ausgehöhlt wird. Aber man kann die KI-Texte ja einfach ignorieren, und das ist, so weit ich sehe, auch bereits Praxis.

Vermutlich stand da wieder ein längerer KI-Block. Für die Nachvollziehbarkeit eines Threads wäre es sinnvoll, wenn bei Löschungen immerhin noch ein Hinweis darauf zu finden wäre.

Dafür, dass sich die Nutzer von LLMs mit deren Output gut informiert fühlen, ist durch das rhetorische Design der Antworten gesorgt. Was aber in der Regel fehlt, ist eine Angabe der Quellen, auf die Bezug genommen wird, und eine Einordnung des präsentierten Wissens in den (wissenschaftlichen oder sonstigen) Diskurs. Wir wissen nicht, ob die KI (zumindest bei der Art, in der die KI-affinen Nutzer unseres Forums sie verwenden) für ihren jeweiligen Output eine wissenschaftliche Arbeit, einen (möglicherweise tendenziösen) Wikipedia-Artikel oder eine sonstwo im Netz gepostete Einzelmeinung verwurstet hat.

Der Unterschied zu Wikipedia, der sich auch durch den Hinweis auf die prinzipielle Fallibilität des dort bereitgestellten Wissens nicht einebnen lässt, liegt darin, dass bei Wikipedia immerhin angestrebt wird, die Angaben zu belegen, und man aufgrund dessen selbst prüfen und entscheiden kann, ob man eine Information für stichhaltig ansieht oder nicht. LLMs nehmen einem diese Mühen ab: "Entspann dich und vertraue mir: Ignorance is strength" raunen sie uns zu.
Re: Judenverfolgung in der Antike #3
βροχή schrieb am 01.05.2026 um 16:25 Uhr (Zitieren)
. dass bei Wikipedia immerhin angestrebt wird, die Angaben zu belegen, und man aufgrund dessen selbst prüfen und entscheiden kann, ob man eine Information für stichhaltig ansieht oder nicht.


Bei wiki gab ich eine richtige Information ein, für die ich jedoch keinen Beleg fand. Mir wurde nicht geglaubt, obwohl es richtig war, die Info wurde gestrichen.
Das wars dann für mich, von wegen der Wiki helfen.
Re: Judenverfolgung in der Antike #3
??? schrieb am 01.05.2026 um 16:39 Uhr (Zitieren)
Mir wurde nicht geglaubt, obwohl es richtig war, die Info wurde gestrichen.

Woher stammte die Info?
Re: Judenverfolgung in der Antike #3
βροχή schrieb am 01.05.2026 um 17:03 Uhr (Zitieren)
Lektüre und eigene Schlussfolgerung. Die Lektüre war unzweifelhaft, die Schlussfolgerung auf einen Zusammenhang mit einem anderen Kunstwerk (Film) wurde abgelehnt, obwohl sie richtig war. Ich bekam die Bestätigung später, um paar Ecken über die Seiten des Films bzw. eines Beteiligten.
Da war wg. der unfreundlichen Arroganz des Wikipersonals meine Motivation, denen es weiterzugeben allerdings perdu.

Re: Judenverfolgung in der Antike #3
Γραικύλος schrieb am 01.05.2026 um 17:49 Uhr (Zitieren)
Selbst wenn Wikipedia (oder auch ein Buch) nicht die ideale Informationsquelle sein mag, so ist dieser Hinweis von Bukolos doch zutreffend:
Der Unterschied zu Wikipedia, der sich auch durch den Hinweis auf die prinzipielle Fallibilität des dort bereitgestellten Wissens nicht einebnen lässt, liegt darin, dass bei Wikipedia immerhin angestrebt wird, die Angaben zu belegen, und man aufgrund dessen selbst prüfen und entscheiden kann, ob man eine Information für stichhaltig ansieht oder nicht. LLMs nehmen einem diese Mühen ab: "Entspann dich und vertraue mir: Ignorance is strength" raunen sie uns zu.
Re: Judenverfolgung in der Antike #3
βροχή schrieb am 01.05.2026 um 18:58 Uhr (Zitieren)
LLMs informieren nicht. Sie filtern, conglomerieren und formulieren.

 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Colosseum (Rom)

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.