Γραικύλος schrieb am 20.05.2026 um 00:04 Uhr (Zitieren)
Wie sehr unterscheidet sich die moderne Kosmologie von derjenigen der Antike!
Für die Zahl der Sterne im beobachtbaren Teil des Universums werden merkwürdig unterschiedliche, aber sehr hohe Zahlen angegeben: zwischen 2 Trilliarden und 100 Sextillionen.
Es ist eine befremdliche Vorstellung, daß der Schöpfer und Herr von all dem sich besonders um uns Menschen kümmern sollte (die wir nur einen Planeten eines nicht weiter auffälligen Sterns besiedeln), gar um jeden einzelnen von uns. Von parallelen Universen ist dabei noch gar nicht die Rede.
Mir erscheint diese Annahme als ein Beleg dafür, wie ein Wesen seine eigene Bedeutung überschätzen kann, weil es alles aus seiner persönlichen Sicht sieht statt „sub specie aeternitatis“.
Bleibt die Frage: Wozu das Ganze überhaupt?
Aber immerhin gibt es ein Wesen, das solche Fragen stellen kann.
Ohne den Menschen wüsste der Kosmos nicht,
dass es ihn gibt.
Ob ihm das etwas nützt,wäre die nächste Frage.
Oder zu wissen, wie er einst enden wird.
Und es gibt die Phänomene Schönheit und Liebe,
die es auch nicht geben könnte und die vielen
interessanten Dinge, die den menschlichen Geist
faszinieren.
Alles nur reiner Zufall? Wir werden es wohl nie erfahren - auf dieser
Welt zumindest nicht.
Bleibt nur die Hoffnung. Worauf?
Und die Sehnsucht. Wonach?
Beides müsste er erst definiert werden,
was m.E. nicht so einfach sein dürfte
bei den heutigen kosmoslogischen Erkenntnissen.
Dass Astrophysiker auch gläubig sein können,
zeigt u.a. dieser Herr hier:
βροχή schrieb am 20.05.2026 um 07:16 Uhr (Zitieren)
Das gilt doch für jene Wesen, die glauben, der heutige Wissensstand der Kosmologie wäre dem Nonplusultra nahe, nicht minder.
Re: Kosmologie
Γραικύλος schrieb am 20.05.2026 um 07:58 Uhr (Zitieren)
Er ist sicherlich ein Fortschritt gegenüber früheren Zeiten.
Doch die Hoffnung, der Mensch sei bedeutend im Kosmos, trotz allem, bleibt unerbittlich.
Re: Kosmologie
Aurora schrieb am 20.05.2026 um 08:18 Uhr (Zitieren)
Wenn schon unser kleines Menschengehirn zu
solchen Lesitungen fähig ist, warum sollte es
nicht noch viel leistungsfähigere Gehirne
("Geister") wie z.B. hypermega+.... Computer geben?
Doch das ist reine Spekulation.
vgl. die Raumschiff Enterprise Folge:
„Meister der Sklaven“ (Originaltitel: „The Gamesters of Triskelion“).
Vlt. sind auch wir Menschen nur ein "Spielball der Götter"
(Titei eines Romans von Rudolf Hagelstange)
Die Handlung folgt im Wesentlichen der bekannten antiken Sage um Paris.
Das Buch war Schullektüre von vielen, vielen Jahren.
Re: Kosmologie
βροχή schrieb am 20.05.2026 um 08:46 Uhr (Zitieren)
.. eine Fähigkeit die jeder Wahrscheinlichkeit spottet.
Re: Kosmologie
info schrieb am 20.05.2026 um 09:46 Uhr (Zitieren)
Mit Wahrscheinlichkeiten wäre ich vorsichtig.
Was für den Mathematiker eigentlich 0 ist,
ist es für den Physiker nicht.
Die Urknall-WSK soll bei 1zu 10500
gelegen haben.
Gib dem Zufall genügend Zeit, ....
Es bleibt die Frage: Warum ist etwas und nicht nichts?
Vlt. liefert die Quantenphysik bald die letzten
Antwort darauf, wie aus Virtualität anfassbare
Realität wird, die auch nur ca. 5% im Kosmos
ausmachen soll.
Es bleibt ein großes Geheimnis, wie das,
was Christen u.a. "Gott" nennen.
Ein großer Theologe nennt es/ihn das "unfassbare Geheimnis".
Re: Kosmologie
Patroklos schrieb am 20.05.2026 um 09:57 Uhr (Zitieren)
Kürzlich erkühnte ich mich hier zum Satz:
Zuweilen erscheint mir die Struktur unseres Gehirns grenzwertig zu sein. It‘s beyond me/us.
Re: Kosmologie
info schrieb am 20.05.2026 um 11:00 Uhr (Zitieren)
vgl.
Popper, Karl R. und Eccles, John C.
Das Ich und sein Gehirn (dt. 1982)
Im Original:
„The Self and Its Brain: An Argument for Interactionism“ (1977)