Üder die Gefahr bei Freunden und Feinden (105 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 13.06.2026 um 10:39 Uhr (Zitieren)
Dion Chrysostomos, Rede LXXIV 2 f.:
[Dio Chrysostom, Discourses 61-80. Ed. by H. Lamar Crosby. Cambridge (Mass.)/London 1951, pp. 210 sq.]
Ein antiker Thomas Hobbes, möchte ich meinen.
Re: Über die Gefahr bei Freunden und Feinden
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 13.06.2026 um 12:29 Uhr (Zitieren)
Ich fühle mich an meinen Großvater erinnert, der ein Gegenüber, das ihm von "so netten und liebenswürdigen" Mitmenschen vorschwärmte, genau fixierte und es streng fragte: "Haben Sie schon mit denen geerbt oder geteilt?"
Re: Üder die Gefahr bei Freunden und Feinden
Γραικύλος schrieb am 13.06.2026 um 13:28 Uhr (Zitieren)
Gehört habe ich zwar nicht von Deinem Großvater, aber aus anderer Quelle den Spruch: "Man kennt keinen Menschen wirklich, bevor man nicht gemeinsam mit ihm geerbt hat."
Re: Üder die Gefahr bei Freunden und Feinden
Γραικύλος schrieb am 13.06.2026 um 14:06 Uhr (Zitieren)
Ich erinnere mich einer bosnischen Schülerin, die während des Bosnien-Krieges von den unsäglichen dort verübten Greueln berichtete und auf meine Frage, wer ihnen das angetan habe, antwortete: "Unsere Nachbarn! Leute, mit denen wir Tür an Tür gelebt hatten!"
Und dann habe ich kürzlich gelesen, daß die Serben beim Beschuß des belagerten Sarajewo ein Hotel mit ausländischen Journalisten getroffen und sich dafür entschuldigt haben mit den Worten: "Wir hatten auf die Nationalbibliothek gezielt."
Re: Üder die Gefahr bei Freunden und Feinden
Patroklos schrieb am 13.06.2026 um 14:51 Uhr (Zitieren)
Zweimal wurde die Universitätsbibliothek von Löwen durch deutsche Truppen zerstört. Im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg. (Vgl. Wolfgang Schivelbusch)
Re: Üder die Gefahr bei Freunden und Feinden
Γραικύλος schrieb am 13.06.2026 um 18:04 Uhr (Zitieren)
Das dann aber doch von äußeren Feinden - was die Serben für die Bosnier ja gerade nicht waren - das waren Nachbarn, "Leute, mit denen wir Tür an Tür gelebt hatten!"