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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Spartanische Sitten #3 (69 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 20.07.2026 um 13:55 Uhr (Zitieren)
Plutarch, Die alten Sitten der Spartaner:
10.
Moreover, the young men were required not only to respect their own fathers and to be obedient to them, but to have regard for all the older men, to make room for them on the streets, to give up their seats to them, and to keep quiet in their presence. As the result of this custom each man had authority, not as in other states over his own children, slaves, and property, but also over his neighbour’s in like manner as over his own, to the end that the people should, as much as possible, have all things in common, and should take thought for them as for their own.

12.
The boys steal whatever they can of their food, learning to make their raids adroitly upon people who are asleep or are careless in watching. The penalty for getting caught is a beating and no food. For the dinner allowed them is meagre, so that, through coping with want by their own initiative, they may be compelled to be daring and unscrupulous.

Vgl. Plutarch, Lykurgos 17:
Dieser Eiren nun, zwanzig Jahre alt, befehligt die ihm Unterstellten in den Wettkämpfen, und zu Hause, bei der Mahlzeit, sind sie seine Bedienten. Den Kräftigsten befiehlt er, Holz heranzuschaffen, den Kleineren Gemüse. Sie müssen es aber stehlen, teils indem sie in die Gärten gehen, teils indem sie sich in die Tischgesellschaften der Männer einschleichen, aber höchst gerissen und vorsichtig, denn wenn einer erwischt wird, bekommt er viele Peitschenhiebe, weil er unbedacht und ungeschickt gestohlen hat. Sie stehlen auch von Speisen, was sie kriegen können, weil sie lernen sollen, Schlafenden oder solchen, die nicht gut aufpassen, geschickt beizukommen. Wird einer ertappt, so sind Schläge und Hunger die Strafe. Denn ihr Mahl ist kärglich, damit sie gezwungen werden, selber durch List und Wagemut dem Mangel abzuhelfen. Dies ist das Hauptziel der knappen Ernährung; ein zweites Ziel soll das Wachstum des Körpers sein. Denn er geht in die Länge, wenn der Lebensgeist nicht zu sehr aufgehalten wird und viel zu tun hat, weil er von der Menge der Nahrung in die Tiefe und Breite gepreßt wird, sondern dank seiner Leichtigkeit emporsteigen kann, sodaß der Körper ungehemmt und leicht wächst.

[Plutarch: Moralia III. Ed. by Frank Cole Babbitt. Cambridge (Mass.)/London 72004, pp. 426-449)
Re: Spartanische Sitten #3
βροχή schrieb am 20.07.2026 um 14:59 Uhr (Zitieren)
... Denn er geht in die Länge, wenn der Lebensgeist nicht zu sehr aufgehalten wird und viel zu tun hat, weil er von der Menge der Nahrung in die Tiefe und Breite gepreßt wird, sondern dank seiner Leichtigkeit emporsteigen kann, sodaß der Körper ungehemmt und leicht wächst.


nicht gut beobachtet. Breiten- und Längenwachstum wechseln sich ab, man nennt es Wachstumsschübe.
Re: Spartanische Sitten #3
Γραικύλος schrieb am 20.07.2026 um 15:06 Uhr (Zitieren)
Wachsen durch Hunger, ja, das ist ziemlicher Quatsch.

Allerdings wirken dünne Menschen optisch länger als dicke.
 
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