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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Epischer Kinderreichtum? (185 Aufrufe)
Patroklos schrieb am 27.09.2026 um 10:36 Uhr (Zitieren)
Die zur Zeit zurückgehenden Geburtenraten sollten kein Grund zur Sorge sein, angesichts folgender Kurzübersicht, griechische Helden betreffend.
Kinderzahl:
Patroklos (tja): keines
Achill: eins
Odysseus: eins
Agamemnon: immerhin vier (bzw. eventuell drei)
Ein demographisches Menetekel? Prolepsis? Aber nicht doch!

Es gab bekanntlich anschließend genügend Griechen, und man musste deshalb nicht das Land der Griechen „mit der Seele suchen(d)“. Schauen hilft.
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 11:15 Uhr (Zitieren)
. Die zur Zeit lokal zurückgehenden Geburtenraten sollten kein Grund zur Hoffnung sein



... die Weltbevölkerung wächst munter weiter...

Klimarettung? ... ist ihr egal


Re: Epischer Kinderreichtum?
Patroklos schrieb am 27.09.2026 um 12:01 Uhr (Zitieren)
Dass die Weltbevölkerung mit einem Menschen (Mann) bzw mit einem Pärchen begann, ist bedauerlich und mündete naturgemäß im Imperativ „crescite et multiplicamini“.
Denkbar wäre alternativ „damals“ die Erschaffung einer zahlenmäßig definierten Weltbevölkerung von Anfang an, mit Auffüllungsgebot, bei beabsichtigtem/erwartbarem Schwund.
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 12:18 Uhr (Zitieren)
... dass der Planet nicht aufblasbar ist und daher nicht vergrößert werden kann, ist bedauerlich

... dass andere Lebewesen ohne ihren Lebensraum aussterben, ist bedauerlich

... dass die Temperatur durch Treibhausgase signifikant ansteigt, ist bedauerlich



Re: Epischer Kinderreichtum?
Bukolos schrieb am 27.09.2026 um 12:32 Uhr (Zitieren)
Zitat von Patroklos am 27.9.26, 10:36Kinderzahl:
Patroklos (tja): keines
Achill: eins
Odysseus: eins

Homer erzählt ja nur einen Teil der Wahrheit. Je nachdem, wen man fragt, hatte Odysseus sowohl mit Penelope als auch mit Kalypso und mit Kirke weitere Kinder. Als Namen kursieren Telegonos, Latinos, Kassiphone, Agrios, Anteias, Ardeias, Rhomos, Poliporthes, Nausinous, Nausithous, Euryalos und Arkesilaos.

Achill soll einen weiteren Sohn Oneiros gehabt haben und Agamemnon mit Chryseis einen Chryses und mit einer Unbekannten den Halaisos gezeugt haben.
Re: Epischer Kinderreichtum?
Patroklos schrieb am 27.09.2026 um 12:34 Uhr (Zitieren)
Tröstlich und wohl von IHM beabsichtigt ist hingegen die stetige Ausdehnung des Universums, was uns hienieden indes nicht zugute kommt.
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 12:49 Uhr (Zitieren)
Telemach hatte Geschwister.

. und wohl von IHM beabsichtigt


Naja, du sagtest mal, dass du nicht an ihn glaubst. Wie kann etwas, das es in deiner Weltsicht nicht gibt, Absichten haben?



Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 12:52 Uhr (Zitieren)
... sich auf etwas zu berufen, was man als nichte is tent betrachtet, von dem man aber weiß, dass andere das anders sehen, hat so einen Touch von "jetzt stell mer uns mal janz dumm... "
sry.
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 12:53 Uhr (Zitieren)
nichte is tent bet

nicht existent
Re: Epischer Kinderreichtum?
Patroklos schrieb am 27.09.2026 um 16:14 Uhr (Zitieren)
Ich liebe mir den heitern Mann
Am meisten unter meinen Gästen!
Wer sich nicht selbst zum besten haben kann,
Der ist gewiß nicht von den Besten.

Goethe nach Patroklos.
Re: Epischer Kinderreichtum?
in schrieb am 27.09.2026 um 16:52 Uhr (Zitieren)
et multiplicamini“

Ein seltener Imperativ ! in der 2.Person Plural.

... dass der Planet nicht aufblasbar ist und daher nicht vergrößert werden kann, ist bedauerlich

vgl:
https://overshoot.footprintnetwork.org/newsroom/country-overshoot-days/

Gesamtbevölkerung: ca. 8,32 Milliarden Menschen Wachstumsrate: ca. 0,83 % pro Jahr Absoluter Zuwachs: ca. 69 Millionen Menschen pro Jahr Höchststand: ca. 10,3 Milliarden Menschen (Prognose der UN für die 2080er-Jahre).
Jedes Jahr verringert sich diese Rate um etwa 0,01 bis 0,02 Prozentpunkte.

Verdoppelungszeit bei 0,83%: rd. 84 Jahre
(ln2/ln1,0083)Prognose: Die Zahl von 20 Milliarden Menschen wird gar nicht erreicht.

Erwarteter Höchststand: ca. 10,3 Milliarden Menschen in den 2080er-Jahren.
Grund: Die globale Geburtenrate sinkt weltweit so stark, dass das Bevölkerungswachstum um 2080 stoppt (0 % Wachstumsrate) und danach in eine Schrumpfung übergeht

Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 17:18 Uhr (Zitieren)
... es wird so viele Menschen wie Nahrung geben. Wenn es nicht genug Nahrung gibt, stoppt das Wachstum. Bis dahin ist die Biosphähre irreparable kaputt, bedauerlich.
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 17:25 Uhr (Zitieren)
. Erwarteter Höchststand: ca. 10,3 Milliarden Menschen in den 2080er-Jahren.



https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%BCberlastungstag


8.3 Milliarden verbraten 1,7 Erden, wie viele Erden brauchen 10,3?
Falls es dabei bleiben sollte?

Wie lange kann man auf 1 Erde den Verbrauch von 1.7 Erden machen, wann kommt der Kollaps?

Re: Epischer Kinderreichtum?
Patroklos schrieb am 27.09.2026 um 17:44 Uhr (Zitieren)
Bekanntlich wurde die Erde samt Mensch*in am 23. Oktober 4004:v. Chr. erschaffen. 2080 sollte, so in, die Erdbevölkerung ihren Höchststand erreichen bzw zu schrumpfen beginnen. Sollte die Schrumpfdauer der Wachstumsspanne entsprechen, so könnte, ja dürfte in dann weiteren 6100 Jahren sich die Weltbevölkerung auf zwei anfängliche Personen belaufen. (Evolutio retrograda totalis).
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 27.09.2026 um 17:50 Uhr (Zitieren)


... wie schön
Re: Epischer Kinderreichtum?
Bukolos schrieb am 28.09.2026 um 02:29 Uhr (Zitieren)
Bedenkenswert ist, dass jeder Mensch zwei Eltern hat, vier Großeltern, acht Urgroßeltern usf., so dass sich, wenn man 32 Generationen zurückgeht (das sind bei durchschnittlich 25 Jahren je Generation 800 Jahre), über 4 Milliarden Vorfahren ergeben.
Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 28.09.2026 um 05:39 Uhr (Zitieren)
Bukolos, viell. möglicherweise, hast du schon davon gehört, dass es Schnittmengen gibt? Überraschung, viele, sehr viele teilen sich 1 Ururururururuopa.

Vor 32 Generationen lebten ca. zwischen 300 und 400 Millionen Menschen auf der Erde.



Re: Epischer Kinderreichtum?
βροχή schrieb am 28.09.2026 um 05:55 Uhr (Zitieren)


... erheiternder Volkglaube:

Wer an Gott glaubt, muss ein Feind der Mathematik sein.

Re: Epischer Kinderreichtum?
info schrieb am 28.09.2026 um 09:24 Uhr (Zitieren)
Schätzungen des Population Reference Bureau (PRB) zufolge haben insgesamt etwa 117 Milliarden Menschen seit dem Entstehen des Homo sapiens (vor rund 190.000 Jahren) auf der Erde gelebt.
Da derzeit etwa 8,1 Milliarden Menschen leben, machen die heute lebenden Menschen ungefähr 7 % aller jemals geborenen Menschen aus.
Key-Faktoren für die Berechnung:
Startpunkt: Dem PRB-Modell liegt die Annahme zugrunde, dass die moderne Menschheit um 190.000 v. Chr. mit einer sehr kleinen Ausgangspopulation begann.
Geburtenrate: In der Antike, im Mittelalter und der Frühgeschichte war die Lebenserwartung gering, die Kindersterblichkeit extrem hoch (oft bis zu 50 % vor dem 5. Lebensjahr) und die Geburtenrate entsprechend hoch (schätzungsweise 80 Geburten pro 1.000 Menschen pro Jahr).
Explosives Wachstum: Erst mit der Industrialisierung, medizinischem Fortschritt und verbesserter Hygiene ab dem 19. Jahrhundert stieg die Weltbevölkerung exponentiell an – von 1 Milliarde im Jahr 1804 auf heute über 8 Milliarden.

PS:
2n= 117*109
n= 37
Um mit kontinuierlichem Verdoppeln von 2 auf
117 Mrd zu kommen, benötigt man den Exponenten n = rd. 37

vgl:
Um die Strecke Erde-Mond (380.000 km) durch wiederholtes
Falten eines Blattes Papier der Dicke 0,1 mm
zu erzielen bedarf 42 Faltungen.
Re: Epischer Kinderreichtum?
Γραικύλος schrieb am 28.09.2026 um 09:50 Uhr (Zitieren)
Versucht es doch mal mit der "Eva der Mitochondrien": der einen Frau, von der alle Menschen abstammen - nicht mythisch, sondern biologisch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriale_Eva
Re: Epischer Kinderreichtum?
Bukolos schrieb am 29.09.2026 um 18:22 Uhr (Zitieren)
Zitat von βροχή am 28.9.26, 5:39Bukolos, viell. möglicherweise, hast du schon davon gehört, dass es Schnittmengen gibt? Überraschung, viele, sehr viele teilen sich 1 Ururururururuopa.

Vor 32 Generationen lebten ca. zwischen 300 und 400 Millionen Menschen auf der Erde.

Die Tatsache, dass du dir die Eltern mit etwaigen Geschwistern teilst, die Großeltern zudem mit Cousinen und Cousins, die Urgroßeltern mit Großcousinen usw. ändert freilich nichts an der Logik der mathematischen Folge, nach der sich die Anzahl deiner Vorfahren von Generation zu Generation verdoppeln müsste bis hin zu den 4,29 Milliarden Vorfahren 32. Grades und darüber hinaus.

Was dabei nicht berücksichtigt wurde, ist das Vorkommen von Kindszeugungen unter (nahen oder fernen) Verwandten. Jemand, dessen Eltern Cousin und Cousine sind, hat nicht acht, sondern nur sechs Urgroßeltern. Nur durch Inzucht lässt sich der Umstand erklären, dass die Zahl der eigenen Vorfahren nicht die erwähnten Ausmaße angenommen haben kann.

Vor diesem Problem standen übrigens ja schon die Autoren der Genesis, wenn sie berichten, dass die beiden ersten Menschen zunächst zwei Söhne zeugten, von denen der eine den anderen tötet, daraufhin fortgeht und sich eine Frau nimmt. Woher diese Frau stammte, verbleibt in einer erzählerischen Leerstelle.
 
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