α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ ς σ τ υ φ χ ψ ω Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ C Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω Ἷ Schließen Bewegen ?
Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Der Schmidt mit griechischem Argument (606 Aufrufe)
Γραικίσκος schrieb am 18.09.2009 um 17:10 Uhr (Zitieren)
In seiner Streitschrift "Ueber die, seit einigen Jahren, methodisch betriebene Verhunzung der deutschen Sprache" schreibt Schopenhauer:
[quote]Der "Schmied" ist gar kein deutsches Wort, sondern das Machwerk der Naseweisheit, welche scharfsinnig entdeckt hat, daß es ja schmieden und die Schmiede heißt. Dies ist wie wenn man θησις statt θεσις schreiben wollte, weil es von τιθημι kommt. Auf Deutsch hat zu allen Zeiten das Wort gelautet und ist geschrieben worden "Schmidt": dies bezeugen auch die zahllosen Eigennamen Schmidt. Hingegen hat es im Plural die Schmiede.[quote]
(Zf. 126)
Re: Der Schmidt mit griechischem Argument
Ὑληβάτης schrieb am 18.09.2009 um 19:00 Uhr (Zitieren)
Ich glaube, ich verstehe Schopenhauer nicht ganz; sagt er, dass es mal "ein schmidt, zwei schmiede" hieß? Das würde mich wundern. Aber tatsächlich vermerkt der Kluge für das alt- und mittelhochdeutsche Wort keine Längezeichen! Wer hätte das gedacht?
Re: Der Schmidt mit griechischem Argument
Γραικίσκος schrieb am 18.09.2009 um 19:15 Uhr (Zitieren)
sagt er, dass es mal "ein schmidt, zwei schmiede" hieß?

Ja, so sagt er das.
In einer Variante dieser Notiz vermerkt er noch als Argument, daß es den Familiennamen "Schmied" im Deutschen nicht (oder doch nur sehr selten) gebe.
Wie seriös Schopenhauers These ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Was aber sollte dann für "Schmidt" die Mehrzahl gewesen sein? Darauf kann es für den Rheinländer natürlich nur eine Antwort geben!
Re: Der Schmidt mit griechischem Argument
Ὑληβάτης schrieb am 18.09.2009 um 19:29 Uhr (Zitieren)
Ich hätte gedacht: "ein schmitt, zwei schmitte" (nur der Klang).
Aber im Mittelhochdeutschen klang es so: "ein tack, zwei tagge", also geht auch: "ein schmitt, zwei schmidde". Und wie der Vokal von Tag jetzt lang ist, könnte auch der von Schmied lang geworden sein. Dann hätte Schopenhauer nicht recht - aber stützt er sich denn auf tatsächliches Material oder geht er naseweis vor?
Re: Der Schmidt mit griechischem Argument
Ὑληβάτης schrieb am 18.09.2009 um 19:30 Uhr (Zitieren)
Wo er auf Theeese hinweist: Dieselben Regeln wie bei "Tage" haben auch auf "Amor, Venus, These, Logik" etc. gewirkt: Das Deutsche verlängert die betonte Silbe, wenn sie offen ist.
 
Antwort
Titel:
Name:
E-Mail:
Eintrag:
Spamschutz - klicken Sie auf folgendes Bild: Colosseum (Rom)

Aktivieren Sie JavaScript, falls Sie kein Bild auswählen können.