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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Eumenes (488 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 07.03.2020 um 16:53 Uhr (Zitieren)
Eine interessante Gestalt im Umfeld der Didadochen ist der Grieche (Nicht-Makedonier) Eumenes.
Sein Leben ist schon der Antike dermaßen spannend erschienen, daß gleich drei Autoren davon ausführlich berichten:
- Diodorus Siculus XIX
- Plutarch
- Cornelius Nepos XVIII

Hier ein Ausschnitt aus Plutarch, des Eumenes letzten Kampf gegen Antigonos Monophthalmos betreffend:
Inzwischen hatte sich der größte Teil der Heeresmacht um Eumenes gesammelt, bewunderte seine Klugheit und verlangte, daß er allein das Kommando führen solle. Das erfüllte die Führer der Silberschildner, Antigenes und Teutamos, mit Ärger und Neid, und sie sannen darauf, ihn zu beseitigen, riefen die meisten der Satrapen und Feldherren zusammen und beratschlagten, wann und wie man den Eumenes aus dem Wege räumen könne. Dam an sich darüber einigte, ihn zunächst für die Schlacht auszunützen, nach der Schlacht aber ihn sofort zu töten, hinterbrachten Eudamos, der Führer der Elefanten, und Phaidimos den Beschluß heimlich dem Eumenes, nicht etwas aus Ergebenheit oder Dankbarkeit, sondern aus Besorgnis, die ihm geliehenen Gelder zu verlieren. Eumenes dankte ihnen, ging in sein Zelt und sagte zu seinen Freunde, er bewege sich ja in einer Gesellschaft von Bestien. Dann machte er sein Testament und zerriß und vernichtete seine Papiere, um zu verhüten, daß nach seinem Tode aus den Geheimpapieren den Briefschreibern Anschuldigungen und Verleumdungen erwüchsen.

(Plutarch: Eumenes 16)

Durch Verrat ist Eumenes dann auch, wiewohl an Listenreichtum eines Hannibal würdig, zugrunde gegangen.
Re: Eumenes
Γραικύλος schrieb am 07.03.2020 um 16:58 Uhr (Zitieren)
Didadochen --> Diadochen
Dam an sich --> Da man sich
zu seinen Freunde --> zu seinen Freunden
Re: Eumenes
Γραικύλος schrieb am 09.03.2020 um 13:22 Uhr (Zitieren)
Eine tolle Geschichte über eine Lichtgestalt, uralte Kämpen, Verrat und einen einäugigen Gegner, hin- und hergerissen zwischen Anstand und Kalkül.

Die Monographie zum Thema ist hier schonmal erwähnt worden:
James Romm

Der Geist auf dem Thron
Der Tod Alexanders des Großen und der mörderische Kampf um sein Erbe

München 2016
Verlag C. H. Beck


Auch die Idee, den leeren Thron Alexanders im Kampf um die Erhaltung der Einheit des Reiches bei Feldzügen mit sich zu tragen, sozusagen als Geist auf dem Thron, geht auf Eumenes zurück.

Was sich da abgespielt hat, "kann mit jedem Königsdrama Shakespeares mithalten". (Klappentext des Buches)
 
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