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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Ein Bacchanalien-Skandal in Rom #4 (517 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 23.07.2020 um 22:43 Uhr (Zitieren)
Die große Krise naht. Wir lesen weiter bei Livius:
11 Als er nach Hause kam und seine Mutter zur Sprache brachte, was er an diesem Tage und was er der Reihe nach an den übrigen Tagen im Zusammenhang mit den Mysterien tun müsse, sagte er, er werde nichts davon tun und er habe nicht vor, sich weihen zu lassen. Bei der Unterredung war der Stiefvater zugegen. Sofort schrie die Frau, er könne wohl nicht zehn Nächte darauf verzichten, bei der Hispala zu schlafen. Unter der Wirkung der Lockmittel und Zaubertränke jener Schlange habe er weder vor seiner Mutter noch vor seinem Stiefvater noch vor den Göttern Respekt. Zankend trieben ihn auf der einen Seite seine Mutter, auf der anderen sein Stiefvater mit vier Sklaven aus dem Haus.

Der junge Mann begab sich von da zu seiner Tante Aebutia und erzählte ihr den Grund, warum er von seiner Mutter hinausgeworfen worden war. Dann teilte er auf ihre Empfehlung hin am folgenden Tag die Sache dem Konsul Postumius unter vier Augen mit. Der Konsul befahl ihm, nach drei Tagen wiederzukommen, und entließ ihn. Er selbst erkundigte sich bei seiner Schwiegermutter Sulpicia, einer würdevollen Frau, ob sie eine alte Frau Aebutia vom Aventin kenne. Als sie erwiderte, sie kenne sie als eine rechtschaffene Frau vom alten Schlag, sagte er, er müsse mit ihr zusammenkommen; sie solle einen Boten zu ihr schicken, damit sie komme.

Aebutia, nach der gerufen worden war, kam zu Sulpicia, und kurz danach brachte der Konsul, als wenn er zufällig dazugekommen wäre, die Rede auf Aebutius, den Sohn ihres Bruders. Der Frau kamen die Tränen, und sie fing an, das Unglück des jungen Mannes zu beklagen, den die um sein Vermögen gebracht hätten, die es am wenigsten gedurft hätten, und der jetzt bei ihr sei, von seiner Mutter hinausgeworfen, weil er, der brave junge Mann, sich nicht in die Mysterien einweihen lassen wolle, welche – die Götter möchten ihr gnädig sein [dii propitii essent] – in dem Ruf der Unsittlichkeit ständen.

 
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