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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Religiöse Skepsis in Rom ... und ihre Folgen (504 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 08.08.2020 um 13:43 Uhr (Zitieren)
Ciceco schreibt in "De natura deorum" (II 7):
[...] werden wir dann nicht wenigstens durch die Beispiele in unserem eigenen Lande belehrt das Walten der Götter anerkennen? Wird das unüberlegte Handeln des Publius Clodius im ersten Punischen Kriege uns wirklich nicht beein-drucken, der auch noch mit einem schlechten Witz über die Götter spottete [per iocum deos inridens], indem er befahl, die Auspizienhühner, als man sie aus dem Käfig gelassen hatte und sie das Futter nicht anrührten , einfach ins Wasser zu werfen, damit sie saufen könnten, wenn sie schon nicht fressen wollten [ut biberent, quoniam esse nollent]? Dieser Hohn brachte ihm selbst viele Tränen ein, als seine Flotte dann besiegt wurde, dem römischen Volke aber eine große Niederlage.

Und weiter: Hat nicht sein Mitkonsul Lucius Iunius im selben Kriege durch einen Sturm seine Flotte verloren, weil er den Auspizien nicht gehorcht hatte? Und so kam es, daß Clodius vom Volke verurteilt wurde und Iunius sich selbst den Tod gab.

Von Gaius Flaminius berichtet Coelius, er sei am Trasimenischen See gefallen, weil er die Ausübung der religiösen Vorschriften nicht beachtete, und habe dabei dem Staat einen schweren Schaden zugefügt. Aus dem Untergang dieser Heerführer läßt sich erkennen, daß unser Staat nur dann mächtiger geworden ist, wenn ihn Männer führten, die die religiösen Gebräuche beachtet haben [quorum exitio intelligi potest eorum imperiis rem publicam amplificatam, qui religionibus paruissent]. [...]


L. Coelius Antipater: Verfasser eines nur in Fragmenten erhaltenen Werkes über den zweiten Punischen Krieg

Daß Feldherren nach Niederlagen zur Rechenschaft gezogen wurden, kam in der Natike häufiger vor.
 
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