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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
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Der einzig wahre Gott der Schmeichler
(565 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 12.09.2020 um 19:07 Uhr (
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Verrufen wegen seines Schmeichlertums wurde das Volk von Athen. Demochares, der Neffe des Redners Demosthenes, erzählt im 20. Buch seiner „Geschichte“, wie die Athener dem Städteeroberer Demetrios [τὸν Πολιορκητὴν Δημήτριον] schmeichelten, und daß das gar nicht nach seinem Geschmack war.
Er schreibt: Einiges davon ärgerte ihn offenbar, anderes war schlechthin unanständig und würdelos, so die Tempel für Aphrodite Leaina und Aphrodite Lamia und die Altäre, Kapellen und Trankopfer für Burichos, Adeimantos und Oxythemis, seine Parasiten. Für jeden von diesen sang man Hymnen, so daß sich Demetrios selbst darüber wunderte und erklärte, unter den Athenern seiner Zeit gebe es keinen einzigen mit einer großen und starken Seele.
Auch die Thebaner schmeichelten Demetrios, wie Polemon in seiner Schrift „Die ausgemalte Halle in Sikyon“ erzählt, indem sie einen Tempel der Aphrodite Lamia errichteten – sie war, ebenso wie Leaina, die Geliebte des Demetrios. Was ta-ten also die Athener, die Schmeichler aller Schmeichler [οἱ τῶν κολάκων κόλακες], Überraschendes, wenn sie auf Demetrios Hymnen und Prozessionslieder sangen?
Demochares schreibt im 21. Buch: Als Demetrios von Leukas und Korkyra nach Athen zurückkehrte, empfingen die Athener ihn nicht nur mit Weihrauch, Kränzen und Weinopfern, sondern Chorprozessionen und Phallostänzer [ἰθύφαλλοι] zogen ihm singend entgegen. Inmitten der Volksmassen tanzten sie und sangen, er sei der einzige wirkliche Gott [ὡς εἴη μόνος θεὸς ἀληθινός], alle anderen schliefen, seien fortgezogen oder gar nicht vorhanden, und er sei der Sohn von Poseidon und Aphrodite, von erhabener Schönheit, von göttlichem Erbarmen gegen alle Menschen [καὶ τῇ πρὸς πάντας φιλανθρωπίᾳ κοινός]. Sie nahten sich ihm mit Gebet und Anbetung.
Soviel sagt Demochares über die Schmeichelei der Athener. Duris von Samos führt im 21. Buch seiner „Geschichte“ auch den Wortlaut des Phallosliedes an:
Die höchsten und die freundlichsten der Götter sind
in die Stadt gekommen.
Zu uns hat Demeter zusamt Demetrios
diese Zeit geführet.
Sie will bei uns die heiligsten Mysterien
ihrer Tochter feiern,
er ist erschienen, wie es einem Gott gebührt,
freundlich, schön und heiter.
Erhaben zeigt er sich, im ganzen Freundeskreis,
selber in der Mitten.
Wie Sterne glänzt und strahlt um ihn der Freunde Schar,
er gleich wie die Sonne.
Heil dir, des starken Gottes, des Poseidon Sohn
und der Aphrodite!
Denn alle andern Götter weilen fern von uns,
haben keine Ohren,
sie kümmern sich um uns nicht oder sind nicht mehr
- dich erschaun wir vor uns,
nicht hölzern oder steinern, sondern Wirklichkeit.
[ἄλλοι μὲν ἢ μακρὰν γὰρ ἀπέχουσιν θεοί,
ἢ οὐκ ἔχουσιν ὦτα,
ἢ οὐκ εἴσιν, ἢ οὐ προσέχουσιν ἡμῖν οὐδὲ ἕν,
σὲ δὲ παρόνθ‘ ὁρῶμεν,
οὐ ξύλινον οὐδὲ λίθινον, ἀλλ‘ ἀληθινόν.]
So zu dir wir beten:
Als erstes schaffe Frieden, hochgeliebter Herr!
Des bist du ja mächtig.
Die Sphinx, die mächtig Theben nicht allein bedroht,
sondern alle Griechen
- der Aitoler, der da auf seinem Felsen sitzt,
so wie einstens jene,
der greift sich alle unsre Männer, schleppt sie fort,
nicht kann ich ihm wehren,
denn immer raubt der Aitoler des Nachbarn Gut,
nun auch schon das ferne.
Du mögest selbst ihn züchtigen, zumindest doch
Ödipus uns sende,
der diese Sphinx hinab vom Felsen stürzen soll
oder Stein sie machen.
So etwas sangen die Kämpfer von Marathon, nicht nur öffentlich, sondern auch in den Häusern, sie, die einst jene, die vor dem Perserkönig in die Knie fielen, töteten, die ungezählte Myriaden der Barbaren niedergemacht haben!
(Athenaios von Naukratis: Das Gelehrtenmahl 6. Buch, 252f – 253f)
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