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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Das Ende des M. Licinius Crassus (41 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 20.02.2021 um 15:41 Uhr (Zitieren)
Die geschilderten Ereignisse haben sich im Mai des Jahres 53 v.u.Z. abgespielt.
Der spätantike Autor Rufius Festus (4. Jhdt. u.Z.) berichtet in seinem "Breviarium" (Kap. XVII) darüber:
Der Konsul Marcus Crassus wurde gegen die rebellierenden Parther entsandt. Als er von den Persern durch eine Gesandtschaft um Frieden gebeten wurde, sagte er, dass er in Ktesiphon [Hauptstadt der Parther] eine Antwort geben werde. Bei Zeugma setzte er über den Euphrat und marschierte, verleitet durch einen Überläufer namens Mazzarus, in eine ihm unbekannte Wüstengegend hinab. Dort wurde das römische Heer von den überall um sie herum ausschwärmenden Bogenschützen unter dem Kommando der königlichen Präfekten Silates und Surena eingekreist und durch einen Geschosshagel niedergemacht.

Crassus selbst, den man zu Verhandlungen gelockt hatte, sodass man ihn beinahe lebendig hätte gefangen nehmen können, war dennoch durch den Widerstand seiner Tribunen entkommen und wurde auf der Flucht getötet. Sein Kopf und seine rechte Hand wurden abgetrennt und zum König gebracht, wo man derartig Spott trieb, dass man ihm geschmolzenes Gold in den Mund goss [ut faucibus eius aurum liquefactum infunderetur]: weil er dem König aus brennender Beutegier [ardens cupiditate praedandi] seine Bitte um Frieden abgeschlagen hatte, sollte die glühende Hitze des Goldes auch noch seine sterblichen Überreste verbrennen [etiam mortui eius reliquia auri flamma conbureret].

Lucius Cassius, ein Quästor des Crassus und ein tatkräftiger Mann, sammelte die Überreste des versprengten Heeres. Nachdem die Perser in Syrien eingefallen waren, kämpfte er dreimal gegen sie, errang dabei höchste Bewunderung und vernichtete sie, nachdem er sie über den Euphrat zurückgedrängt hatte.

[i](Festus: Kleine Geschichte des römischen Volkes. Hrsg. v. Anja Bettenworth und Peter Schenk. Berlin/Boston 2020, S. 70 f.]
 
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