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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Πήγασος #3 (91 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 02.05.2021 um 00:04 Uhr (Zitieren)
4. Hyginus (ca. 2. Jhdt. u.Z.): Von der Astronomie

Das Pferd

Aratos und die meisten anderen sagten, dass dies das Pferd Pegasus ist, ein Nachkomme des Neptun und der Gorgone Medusa, das mit seinem Huf in dem böotischen Helikongebirge einen Felsen aufbrach und eine Quelle öffnete, die daher Hippokrene mit Namen heißt.

Andere sagen, dass einst Bellerophontes zu Proteus kam, dem Sohn des Abas und König der Argiver. Dabei verliebte sich Antia, die Frau seines königlichen Gastgebers, in ihn. Sie versprach ihm das Königreich ihres Gatten, wenn er ihren Lüsten entgegenkommen würde. Er wies sie ab, und daraufhin befürchtete sie, dass er sie vor dem König anschuldigen würde. Daher sagte sie ihrerseits zu Proteus, dass er versucht habe, ihr Gewalt anzutun. Weil Proteus seinen Gast hoch schätzte, wollte er nicht selbst die Strafe an ihm vollziehen, doch da er wusste, dass sein Gast ein Pferd besaß, sandte er ihn zu Iobates, dem Vater der Antia, welche von anderen Stheneboea genannt wurde.

Der Vater sollte die Ehre der Tochter verteidigen und er setzte Bellerophontes der Chimaera vor, welche zu jener Zeit das Lykische Land mit Flammenatem verwüstete. Er ging als Sieger hervor, fand dabei die Quelle und flog auf dem Pferd in den Himmel. Weit war er nicht mehr vom Himmel entfernt, da blickte er hinunter zur Erde, erschrak und stürzte hinab. So, heißt es, kam er zu Tode. Das Pferd aber soll weitergeflogen und von Jupiter unter die Sterne gestellt worden sein.

Andere sagten, dass er aus Argos floh, nicht weil er von Antia beschuldigt worden war, sondern weil er ihr nicht länger zuhören wollte oder aber, weil er ihren Bitten nachgegeben hatte.

Euripides sagt in seinem Stück Melanippa, dass Hippe, die Tochter des Centaurus Chiron, früher Thetis genannt wurde. Sie wurde im Pelius-Gebirge aufgezogen und entwickelte größten Jagdeifer. Eines Tages wurde sie von Aeolus, dem Sohn des Hellen und Enkel des Jupiter, umworben und geschwängert. Als schon die Niederkunft bevorstand, floh sie in die Wälder, dass nicht der Vater, der auf ihre Jungfernschaft vertraute, die Geburt seines Enkels erblickte. Als der Vater ihr nachging, erflehte sie von der göttlichen Macht, dass sie bei der Niederkunft nicht vom Vater beobachtet wurde. Nach der Geburt geschah der Wille der Götter und sie wurde in ein Pferd verwandelt und ans Himmelszelt gestellt.

Manche sagten auch, dass sie eine Seherin war, doch weil sie mehrfach göttliche Ratsbeschlüsse den Menschen mitgeteilt hatte, wurde sie in ein Pferd verwandelt.

Callimachus hingegen sagt, dass sie vom Jagen und von der Verehrung der Diana abließ und dass Diana sie deswegen in die besagte Gestalt wandelte.

Man sagt auch, dass sie daher nicht in Blickweite des Zentauren ist, der nach verbreiteter Meinung Chiron ist, und nur zur Hälfte zu sehen ist, weil sie verbergen will, dass sie weiblich ist.

(2.18)

 
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