Γραικύλος schrieb am 03.10.2021 um 17:43 Uhr (Zitieren)
Über die Stoiker:
(Diogenes Laertios VII 119)
Re: τὸν δὲ φαῦλον ἄθεον
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 03.10.2021 um 19:01 Uhr (Zitieren)
Ist doch aufschlußreich, daß er das nicht umgekehrt formuliert:
τὸν δὲ ἄθεον φαῦλον
Oder überläßt er das dem Leser?
Re: τὸν δὲ φαῦλον ἄθεον
Γραικύλος schrieb am 03.10.2021 um 23:37 Uhr (Zitieren)
"Jeder schlechte Mensch ist gottlos" ist nicht dasselbe wie "Jeder gottlose Mensch ist schlecht". Ersteres läßt die Möglichkeit zu, daß es auch gute gottlose Menschen gibt.
Ich weiß freilich nicht, ob Diogenes Laertios dieser feine Unterschied bewußt war.
Re: τὸν δὲ φαῦλον ἄθεον
στρουθίον οἰκιακόν schrieb am 04.10.2021 um 00:53 Uhr (Zitieren)
Wie schön, daß Du meine Bemerkung noch einmal mit Deinen Worten formulierst :-)
Re: τὸν δὲ φαῦλον ἄθεον
Marcella schrieb am 05.10.2021 um 15:30 Uhr (Zitieren)
Hier haben wir eine klare Warnung, wozu Gottlosigkeit konkret führt, besonders zum Beispiel zur Homosexualität:
Römer I, 18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Leben und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. 19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Die sich für Weise hielten, sind zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass sie ihre Leiber selbst entehren. 25 Sie haben Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen. 26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. 28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist, 29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Ohrenbläser, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, 31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. 32 Sie wissen, dass nach Gottes Recht den Tod verdienen, die solches tun; aber sie tun es nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
Re: τὸν δὲ φαῦλον ἄθεον
Marcella schrieb am 05.10.2021 um 19:53 Uhr (Zitieren)
Ich habe inzwischen auch im griechischen Text (Paulus, Römer I,18-21)nachgeguckt, bin aber auch daraus nicht schlauer geworden. Wir Agnostiker müssten Gott wie selbstverständlich erkennen, tun es aber nicht? Enthält Vers 19 nicht etwas wie einen Zirkelschluss? Es ist offenbar, weil ER es offenbart hat? Und Punkt.
Und die angeprangerten gräßlichen Folgen-sind sie Folge der Erkenntnisblindheit gegenüber der Schöpfung oder nicht vielmehr die Ursache (>adikia) Ich beneide keinen Prediger, der darüber predigen soll.