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Altgriechisch Wörterbuch - Forum
Neues zu Archilochos (117 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 18.11.2021 um 11:55 Uhr (Zitieren)
Der früheste griechische Lyriker Archilochos ist von Kurt Steinmann zweisprachig neu herausgegeben worden: bei Reclam, Ditzingen 2021

Preis: 6,80 Euro

Dafür kann man es nicht selber schreiben.
Re: Neues zu Archilochos
Γραικύλος schrieb am 18.11.2021 um 11:56 Uhr (Zitieren)
Eine Rezension dazu steht in der FAZ vom 18.11.2021.
Re: Neues zu Archilochos
Γραικύλος schrieb am 18.11.2021 um 12:52 Uhr (Zitieren)
Ich erfahre gerade, daß Kurt Steinmann schon 1998 eine zweisprachige Archilochos-Ausgabe als Insel-Taschenbuch herausgegeben hat. Möglicherweise handelt es sich bei Reclam um eine Neuauflage.
Re: Neues zu Archilochos
Bukolos schrieb am 18.11.2021 um 16:09 Uhr (Zitieren)
Zitat von Γραικύλος am 18.11.21, 12:52Möglicherweise handelt es sich bei Reclam um eine Neuauflage.

Das wäre bedauerlich, wo wir doch erst seit 2005 mit P. Oxy. LXIX 4708 den längsten der Neuzeit bekannten Archilochos-Text überhaupt haben (unter dem Vorbehalt, dass die Zuschreibung stimmt).
Re: Neues zu Archilochos
Γραικύλος schrieb am 18.11.2021 um 16:37 Uhr (Zitieren)
Das ist nun interessant, aber ich kann die Frage nicht beantworten. Die Rezension in der FAZ gibt dazu keine Auskunft. Hoffen wir, daß es sich um eine erweiterte Neuausgabe handelt.
Re: Neues zu Archilochos
Γραικύλος schrieb am 18.11.2021 um 16:42 Uhr (Zitieren)
Diese Ausgabe sollte auf dem neuesten Stand sein:

Archilochus: The Poems. Introduction, Text, Translation, and Commentary. Ed. by Laura Swift. Oxford University Press, Oxford 2019.
Re: Neues zu Archilochos
Bukolos schrieb am 18.11.2021 um 23:12 Uhr (Zitieren)
Vermutlich. Swift, die Wests Numerierung aus den Iambi et elegi Graeci übernommen hat, führt das Fragment am Ende der Elegienfragmente unter Nr. 17a. Umfangreicher als dieses ist übrigens noch das Kölner Iamben-Fragment 196a West=Swift (P. Colon. inv. 7511).
Re: Neues zu Archilochos
Γραικύλος schrieb am 18.11.2021 um 23:32 Uhr (Zitieren)
Wikipedia (s.v. Archilochos) gibt das 2005 gefundene Fragment in einer Prosa-Übersetzung aus dem Englischen wieder:
Wenn es unter dem Zwang eines Gottes geschieht, darf man einen Rückzug nicht Schwachheit und Feigheit nennen: nein, wir kehrten uns um, um schnell zu flüchten: manchmal ist es notwendig zu fliehen. So wie einmal Telephus aus Arkadien die mächtige Armee der Argiver in die Flucht jagte, und sie flohen – in der Tat, so gewaltig wütete der Schicksalsspruch der Götter gegen sie –, obwohl sie machtvolle Speerträger waren. Der schönströmende Fluss Kaïkos und die Ebene Mysiens waren übersät mit den Leichen der Gefallenen. Und geschlagen von den Händen des mitleidlosen Mannes (Telephus) wendeten die wohlgerüsteten Achäer sich in kopfloser Hast zur Küste der vieltönenden See. Glücklich schifften die Söhne der Unsterblichen und Brüder, die Agamemnon zum heiligen Ilium bringen wollte, um Krieg zu führen, sich ein auf ihren flinken Schiffen. Bei dieser Gelegenheit gerieten sie an diese Küste, denn sie verloren sich auf ihrem Weg. Sie landeten nahe der lieblichen Stadt des Teuthras, und dort, Wut mit ihren Pferden schnaubend, geriet ihr Geist in Verwirrung. Denn sie glaubten, die hochgetürmte Stadt von Troia anzugreifen, doch in Wahrheit traten ihre Füße das weizentragende Mysien. Und Herakles trat ihnen entgegen, wie er seinem löwenherzigen Sohn Telephus zubrüllte, der, grimmig und mitleidslos in grausamer Schlacht, zur unglücklichen Flucht die Danaer anzustiften sich bemühte, um bei dieser Gelegenheit seinen Vater zu befriedigen.
 
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