Zwei Besonderheiten der persischen Kunst (619 Aufrufe)
Γραικύλος schrieb am 28.02.2022 um 13:59 Uhr (Zitieren)
1. Sie stellt keine nackten Menschen dar.
2. Sie stellt keine Frauen dar.
In beiden Hinsichten unterscheidet sie sich klarerweise von der griechischen Kunst, wobei mir besonders die zweite bemerkenswert erscheint.
Re: Zwei Besonderheiten der persischen Kunst
Γραικύλος schrieb am 02.03.2022 um 13:03 Uhr (Zitieren)
Man ist versucht, diesen Umstand auf die Einschließung von Frauen in Harems zurückzuführen; aber so war es nicht. Viele Frauen haben, wie man aus Lohnabrechnungstäfelchen erkennen kann, gearbeitet, von der Tagelöhnerin bis zur vornehmen Geschäftsfrau.
Dennoch gibt es keine einzige bildliche Darstellung einer Frau aus dieser doch durchaus darstellungsfreudigen Kultur: Männer und Pferde finden sich zuhauf.
Re: Zwei Besonderheiten der persischen Kunst
Bukolos schrieb am 03.03.2022 um 14:54 Uhr (Zitieren)
So, wie es dasteht, lässt sich unter persischer Kunst alles verstehen, was ungefähr bis zu der Zeit, als Reza Schah Pahlavi des Exonym Persien für das von ihm beherrschte Land zurückwies, im iranischen Kulturraum an Bildwerken hervorgebracht wurde. Und zur griechischen Kunst kann man ein Kykladenidol ebenso wie eine Installation von Lydia Venieri zählen. Du fasst den Rahmen dessen, was du zur persischen und zur griechischen Kunst gerechnet wissen willst, vermutlich deutlich enger, aber wie eng genau, ist mir noch nicht klar.
Re: Zwei Besonderheiten der persischen Kunst
Γραικύλος schrieb am 03.03.2022 um 15:14 Uhr (Zitieren)
Das hätte ich in der Tat deutlicher ausdrücken sollen und habe es inzwischen an anderer Stelle auch getan: