Danke :D Kommt ein wenig späty, sry, hattes vergessen.
Aber mir ist nun aufgefallen, dass ich jetzt immernoch keinen Satz damit machen kann.
Habe ich z.B. einen Satz wie „Vielleicht habe ich ja das Richtige gefunden!“ oder „Vielleicht ist es so passiert...“ oder „Vielleicht meinte er das garnicht so“, dann steht das Verb in der Vergangenheit - was heißt das jetzt für den Konjuktiv? Imperfekt oder Perfekt?
Forsitan rem idoneam repper...... ? reppererim? reperirem?
„Vielleicht habe ich es gefunden.“ ist im Deutschen ja ein Hauptsatz.
bei FORSITAN wäre ja rein theoretisch ein Nebensatz eingeletet. Wird der noch so behandelt? Wenn ja, müsste bei Haupttempus im Hauptsatz (das SIT von FORSITAN) nach CT im Nebensatz für die Nachzeitigkeit Konjunktiv Perfekt folgen: also reppererim.
Also Paeda, ich meinte, dass diese HS/NS-Behandlung natürlich nur in Bezug auf die CT so betrachtet wird. Sonst steht er natürlich als Hauptsatz da, wie auch der Englische Satz mit dem Adverb MAYBE.
(Dein englischer Satz hört sich nicht englisch an, was die verwendete Zeit betrifft.)
Ich habe mich auf deine Bemerkung mit dem Nebensatz bezogen. Das Thema scheint aber in der Zwischenzeit ausdiskutiert zu sein, so lass uns einen Punkt setzen.
@Paeda. Darum ging’s gar nicht. Es ist einfach nur auffällig, dass sowohl forsitan als auch maybe von einem Hauptsatz zu einem Adverb verschmolzen.
@Klaus. Ist es ja auch. Wie haben nur versucht zu erklären, warum gerade Konj. Präs. oder Perf. von einem Adverb gefordert werden. Es liegt halt in seiner ursprünglichen Form „fors sit an“.
Was habt ihr für ein Problem mit dem Haupt- und Nebensatz? :D
Das ganze ist ja nur eine Frage der Lexikalisierung: Die Frage, ob da ein Nebensatz vorhanden ist, löst sich, wie Jonathan demonstriert, darüber auf, ob er als solcher wahrgenommen wird. Das widerum lässt sich nur durch den Gebrauch der Muttersprachler festmachen, da kann man nur konstatieren, nichts argumentieren...
Das Wort maybe wird offenbar als ein Adverb aufgefasst. Da ist mir folgendes aufgefallen:
Selbiges finden wir im Italienischen chissà „vielleicht“, eigentlich „wer weiß“ und im Spanischen quizá(s) „vielleicht“ (beides natürlich < *quis sapit).
Für das Englische nehme an, dass das der Ausdruck maybe vom französischen peut-être formal gleicher Bildung inspiriert ist.
Ob nun forsitanein Wort ist und als Adverb wahrgenommen wurde, oder ob es einen Satz „Bringe es der Zufall, dass... [+NS]“ einleitet ist ja die eigentlich gestellte/zu erörternde Frage (gewesen).
Ich würde sagen: „Maybe I’ll come.“
Das interessante nun: Das will-Future wird ja unter anderem für Ereignisse verwendet, auf die man keinen unmittelbaren Einfluss nehmen kann. Man könnte nun argumentieren, dass „morgen kommen“ ja eigentlich etwas ist, auf das man sehr wohl einen Einfluss hat, einen großen sogar, vorausgesetzt man will die recht geringe Chance nicht extra betonen, dass man durch etwaige Umweltkatastrophen plötzlich doch vom seinem Besuch abgehalten wird... :P
Der Ausdruck heißt aber ja eigentlich: „Es kann sein, dass ich komme“. Dabei wird, wörtlich genommen, viel mehr dem Zufall überlassen (cf. schon das Pronomen es)
Und hier scheint mir das will-Future doch nun in etwa den lateinischen Konjunktiv zu ersetzen...
Und dies zum tönenden Abschluss, auch an unsere Trolls:
(forsan = forsitan)
Forsan erit vacuas crepitus mittendus in auras,
qui ventrem miris torserat ante modis.
Quandocumque libet dimitte et ubique locorum:
Quod natura facit non reor esse malum.
Friedrich Dedekind, in Lateinische Gedichte deutscher Humanisten, (Reclam), Stuttgart 1978,S. 101.
"Vielleicht muss man 'gen Himmel schicken,
was wundersam die Eingeweide kam zu zwicken.
Wann’s beliebt und allerorten lass ihn fahren:
Was die Natur schuf, kann ich nur bejahen."