Hilfeee!!!
Es gibt da ein Zitat, das ich ins lateinische übersetzt habe. Es lautet: „Das Ziel des Lebens ist der Tod“.
Hier steht das Ziel für das eher sportliche Ziel und die Ziellinie.
Ich bin mir nun nicht sicher wie es in der Übersetzung heißen muß:
De fini vitae est mortem
oder
Scopus vitae est mortem
Ich finde den Spruch nicht leer, sondern falsch/unsinnig, denn das Ziel des Lebens ist immer noch das Leben, das sich allerdings früher oder später erschöpft oder beendet wird. Wie sehr oft unter den widrigsten Umständen um Leben gekämpft wird, dafür gibt es viele Beispiele.
Ich dachte gerade noch einmal nach: Wenn finis „Ende“ bedeuten soll, hast du natürlich Recht mit deinem Hinweis auf die Platitüde der Aussage.
Gerade habe ich auch die Vokabel „sterben“ nachgeschlagen, da ich mori konjugieren muss. Hast du mir einen Link? Hier im Wörterbuch gibt es nur den Hinweis, dass es sich um ein Deponens handelt.
Als Synonyme für mori habe ich defungi und mortem obire gefunden, was ich im Zusammenhang mit dem obigen Spruch interessant fand:
defungi - wörtl.: nicht mehr funktionieren?
mortem obire - dem Tod unterliegen, was ja einen Kampf voraussetzt.
Freud hat ja vom Lebens- und Todestrieb gesprochen als zwei konkurrierenden Kräften.
Das Funktionieren in Anwendung auf Automaten ist doch wohl eine neuzeitliche Umwidmung des urspr. auf menschliche Tätigkeit bezogenen fungi. Ob allerdings defungi eher auf einer flapsig-informellen Stilebene angesiedelt ist, kann ich nicht sagen.
Und ich dachte an die Aphorismen der Sokratiker! ;-)))
Hättest du mir einen Link für mori? Deponentien und dann auch noch der gemischten Deklination, das beherrsche ich noch nicht! Ecosia hat mich nicht weitergebracht!
Danke, danke, danke
Respekt... Ich habe nie geglaubt, daß Latein jemandem Spaß machen könnte. Ihr habt mir das Gegenteil bewiesen. Ich habe es gehaßt, aber ich mußte es lernen. Vor über 30 Jahren. Ich ziehe meinen Hut vor Euch.
Nochmals vielen Dank.
Schade, dass du Latein gehasst hast. Warum wählen Schüler nur Latein, wenn sie keine Lust darauf haben?
So ganz zuwider kann dir die lateinische Sprache heute aber nicht mehr sein, denn sonst hättest du deinen Spruch ja nicht in diese Sprache übersetzen lassen.
Viele Grüße!
Zu meiner Zeit in meiner Schule konnte man nicht wählen. Gymnasium war Latein. Fertig!
Heute finde ich es nicht uninteressant. Welche Alltagswörter lateinischen Ursprung haben. Aber so richtig erwärmen kann ich mich dafür, glaube ich, nicht. Aber wie ich schon geschrieben habe: Respekt und Hochachtung denen, die es tun.
Ich verließ das Gymnasium im Jahr 1973 nach neun Jahren, aber zu meiner Zeit gab es in der Kreisstadt, in der ich zur Schule ging, schon verschiedene Gymnasien, sogar ein Wirtschaftsgymnasium. Könnte aber sein, dass man bei den anderen Latein als erste oder zweite Fremdsprache hatte. Ich war in einem sogenannten humanistischen Gymnasium mit sprachlicher Ausrichtung: Englisch, Französisch, Latein, dazu Russisch und Philosophie als Arbeitsgemeinschaften.
Ich erlebe das so:
Latein -> sehr stark im Aufwind als Grundlage.
Französisch-> warum? Sprechen doch viel zu wenige.
Spanisch -> stark im Kommen, da weltweit viel besser einsetzbar.
Ich war in einem kleinen Gymnasium in den Alpen. so ein Einsiedlergymnasium. 15 Abiturienten - 3 Klassen. Ich hatte da nicht viel Auswahl. Latein mußte, Französisch durfte sein. Wie Arbeiter schon geschrieben hatte, kam Französisch nicht in Frage. Dann blieb nicht mehr viel übrig.
Abi abe aber meinen Schnitt in Latein bis zum Schluß mit einer 4 gehalten. Das ist zwar alles andere als gut, hat aber damals für mich gereicht. Auch so weiß, daß ich 3 Berufe gelernt habe und in meinem Leben keinen Tag arbeitslos war.
Außerdem habe ich dank der Tatsache, daß ich teils in einer sehr abgeschiedenen Alpenregion und teils in München großgeworden bin eine, entschuldigt den Ausdruck, supergeile Kindheit verbracht.
Ich denke, daß ich daher den Verlust an Latein gut verschmerzen konnte.
Also vielen Dank nochmal,
ich wünsche Euuch für die Zukunft alles Gute,
Peter