Formal betrachtet kann „similibus“ auch Dat. Pl. sein, könnte also rein theoretisch bei „solvere“ im Sinne von „bezahlen“ den Empfänger der Zahlung bezeichnen. Tatsächlich ist es ein Ablativ, der das Worin der Lösung ausdrückt.
Das Dipolmoment eines Stoffes bestimmt seine Löslichkeit oder seine Fähigkeit, als Lösungsmittel zu wirken. Dabei gilt die Faustregel, dass polare Stoffe in polaren Lösungsmitteln gut, in unpolaren aber schlecht löslich sind. Unpolare Stoffe wiederum sind in unpolaren Lösungsmitteln (z. B. Benzin, Hexan) gut, in polaren aber schlecht löslich, ähnlich dem Lehrsatz der mittelalterlichen Alchemisten „similia similibus solvuntur“ (lat: „Ähnliches wird von Ähnlichem gelöst“).