ein Text aus »Wege zu Cicero«, Kap. 14 mit der Bitte um einen Korrekturblick:
Tullius pergit: »Augustus rem publicam quidem servaverit, sed non talem, qualem pater meus servari voluerat.
Tullius fährt fort: »Augustus mag zwar die Republik gerettet haben, aber nicht so, wie mein Vater sie hatte schützen wollen.
Hic quidem, cum pericula pro ea subiret et Antonio orationibus ferocissimis obsisteret, ab eo homine impio turpissimoque necatus est Augusto invito. Qui autem cum prohibere studeret, ne Cicero occideretur, ab Antonio coactus tandem ei concesserat, ut Ciceronem necari iuberet.
Jedenfalls wurde er, nachdem er die Gefahr auf sich nahm/genommen hatte und Antonius mit trotzigen Reden entgegentrat, von diesem ruchlosen und schrecklichen Menschen gegen den Willen von Augustus getötet. Augustus aber, weil er sich darum bemühte, dass Cicero nicht getötet wird, wurde von Antonius dennoch gezwungen ihm nachzugeben, so dass er befiehlt, dass Cicero getötet wird.
At illo tempore Augustus adulescens vel paene puer fuerat, cuius in potestate erant nondum omnia.«
Aber zu dieser Zeit war Augustus eine Jüngling oder fast noch ein Junge gewesen, der noch nicht die ganze Macht hatte.«
»Te quidem postea honoribus affecit, ut novis beneficiis iniuriarum veterum memoriam exstingueret.«
»Dir jedenfalls mögen später Ehrungen zukommen ???, so dass durch die neuen Wohltaten die alten Untaten aus dem Gedächtnis gelöscht werden mögen.
Tullius: »Me non fallit Augustum Ciceronem patrem dilexisse. At, ut dixi modo: Illis extremis rei publicae temporibus, cum illi tres viri, ut Caesaris mortem vindicarent, nimis crudeliter se gererent, Cicero pater quoque occisus est? – Sed, num optem, ut doloribus semper conficiar? Praeterita sunt illa tempora, et nos quidem vivimus; vivamus proinde, amici, et bibamus!«
Tullius: »Mir entging nicht, dass Augustus Cicero wie einen Vater geschätzt hätte. Aber, wie du gerade sagtest:
In jener letzten Zeit der Republik, während jene drei Männer (während des Triumvirats) sich sehr grausam aufführten, um Cäsars Ermordung zu rächen, wurde der Vater Cicero ??? ermordet? – Aber nun wünschte ich, dass ich niemals durch das Leid erschöpft worden sei? Vergangen sind jene Zeiten, und wir leben jedenfalls; also lasst und leben, Freunde, und trinken!«
ich habe die Übersetzung nach den Korrekturanmerkungen von Ailourofilos überarbeitet, und ich hoffe, dass sie jetzt nicht »verschlimmbessert« wurde...
Tullius pergit: »Augustus rem publicam quidem servaverit, sed non talem, qualem pater meus servari voluerat.
korrigiert:
Tullius fährt fort: »Augustus mag zwar die Republik bewahrt haben, aber nicht derartig/auf die Weise, wie mein Vater sie hatte schützen wollen.
servaverit = concessiv?
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Hic quidem, cum pericula pro ea subiret et Antonio orationibus ferocissimis obsisteret, ab eo homine impio turpissimoque necatus est Augusto invito. Qui autem cum prohibere studeret, ne Cicero occideretur, ab Antonio coactus tandem ei concesserat, ut Ciceronem necari iuberet.
korrigiert:
Jedenfalls wurde er, nachdem er die Gefahr für sie (die Republik) auf sich nahm/genommen hatte und Antonius mit trotzigen Reden entgegentrat, von diesem ruchlosen und sehr schrecklichen Menschen gegen den Willen von Augustus getötet.
Augustus aber, weil er sich darum bemühte, dass Cicero nicht getötet wird, ist von Antonius dennoch gezwungen worden, ihm nachzugeben, so dass er befahl, dass Cicero getötet wird.
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»Te quidem postea honoribus affecit, ut novis beneficiis iniuriarum veterum memoriam exstingueret.«
korrigiert:
»Dir jedenfalls kommen später Ehrungen zu ???, so dass durch die neuen Wohltaten die alten Untaten aus dem Gedächtnis gelöscht werden.
(komischer Satz...)
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Tullius: »Me non fallit Augustum Ciceronem patrem dilexisse. At, ut dixi modo: Illis extremis rei publicae temporibus, cum illi tres viri, ut Caesaris mortem vindicarent, nimis crudeliter se gererent, Cicero pater quoque occisus est. – Sed, num optem, ut doloribus semper conficiar? Praeterita sunt illa tempora, et nos quidem vivimus; vivamus proinde, amici, et bibamus!«
korrigiert:
Tullius: »Mir entgeht nicht, dass Augustus Cicero wie einen Vater geschätzt hat. Aber, wie ich gerade sagte:
In jener letzten Zeit der Republik, während jene drei Männer (während des Triumvirats) sich sehr grausam aufführten, um Cäsars Ermordung zu rächen, wurde Vater Cicero/mein Vater ermordet. – Aber soll ich etwa immer durch den Schmerz erschöpft werden? Vergangen sind jene Zeiten, und wir leben jedenfalls; also lasst uns leben, Freunde, und trinken!«
Hic quidem, cum pericula pro ea subiret et Antonio orationibus ferocissimis obsisteret, ab eo homine impio turpissimoque necatus est Augusto invito.
Jedenfalls wurde er, weil/als er die Gefahr für sie (die Republik) auf sich nahm und Antonius mit trotzigen Reden entgegentrat, von diesem ruchlosen und sehr schrecklichen Menschen gegen den Willen von Augustus getötet.
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»Te quidem postea honoribus affecit, ut novis beneficiis iniuriarum veterum memoriam exstingueret.«
»Dir kamen später gewiss Ehrungen zu ???, so dass durch die neuen Wohltaten die alten Untaten aus dem Gedächtnis gelöscht werden.
(klingt immer noch komisch/unverstanden übersetzt...)
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»Me non fallit Augustum Ciceronem patrem dilexisse. (...)
Sed, num optem, ut doloribus semper conficiar? (...)
»Mir entgeht nicht, dass Augustus Vater Cicero/meinen Vater geschätzt hat. (...)
Aber soll ich etwa wünschen, immer durch den Schmerz erschöpft zu werden? (...)
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Tullius pergit: »Augustus rem publicam quidem servaverit, sed non talem, qualem pater meus servari voluerat.
Tullius fährt fort: »Augustus mag gewiss die Republik bewahrt haben, aber »sie« nicht so »beschaffen«, wie mein Vater sie hatte schützen wollen.
Ich verstehe das »talem… qualem« bezogen auf die Republik leider nicht.
... habe am falschen Textbaustein weitergemacht; hier der richtige:
Hic quidem, cum pericula pro ea subiret et Antonio orationibus ferocissimis obsisteret, ab eo homine impio turpissimoque necatus est Augusto invito.
Jedenfalls wurde er, weil/als er die Gefahr für sie (die Republik) auf sich nahm und Antonius mit sehr trotzigen Reden entgegentrat, von diesem ruchlosen und sehr schrecklichen Menschen gegen den Willen von Augustus getötet.
... im Zusammenhang mit der Fortsetzung
»(...) ,so dass durch die neuen Wohltaten die alten Untaten aus dem Gedächtnis gelöscht werden.« verstehe ich den Satz nicht.