Latein Wörterbuch - Forum
Problem beim übersetzen — 2146 Aufrufe
Florian Taudron am 9.7.16 um 17:33 Uhr (
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Ich habe Probleme folgende Sätze zu übersetzen: Mittite remos intus in navem et arborem atque vela, et alii ex vobis teneant interim fibulas conopei. Mittite navem intus per aliquod foramen, ut videamus diligenter magnalia creatoris nostri.
Re: Problem beim übersetzen
Gast0907 am 9.7.16 um 17:47 Uhr (
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Du musst einen Übersetzungsversuch vorlegen um Hilfe zu erhalten.
Re: Problem beim übersetzen
Was ist das denn für eine Geschichte, in der ein Schiff durch ein Loch geschickt wird?
Re: Problem beim übersetzen
Gast0907 am 9.7.16 um 19:07 Uhr (
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Re: Problem beim übersetzen
Florian Taudron am 9.7.16 um 21:47 Uhr (
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„Werft die Ruder innerhalb des Schiffes “kriege ich hin, aber sonst schaff ich den ersten Satz nicht. Den 2. Satz hab ich mittlerweile.
Re: Problem beim übersetzen
filix am 9.7.16 um 22:34 Uhr, überarbeitet am 9.7.16 um 23:33 Uhr (
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„Mittite remos intus in navem et arborem atque vela, et alii ex vobis teneant interim fibulas conopei. Mittite navem intus per aliquod foramen, ut videamus diligenter magnalia creatoris nostri.“
„Werft Ruder, Mast und Segel in das Innere des Schiffes und die anderen von euch sollen inzwischen die Ösen ? (fibulas) des Netzes halten. Lasst das Schiff durch eine der Öffnungen hineinfahren, auf dass wir die großen Werke unseres Schöpfers genau sehen.“
Re: Problem beim übersetzen
Klaus am 9.7.16 um 22:35 Uhr, überarbeitet am 10.7.16 um 10:18 Uhr (
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@Florian Taudron: Jetzt wurde dir bei deinem Übersetzungsproblem geholfen, da würden sich die Beteiligten über ein Wort des Dankes freuen.
Re: Problem beim übersetzen
Zitat von Klaus am 9.7.16, 18:51 Was ist das denn für eine Geschichte, in der ein Schiff durch ein Loch geschickt wird?Für diese „Übersetzungshilfe“, lieber Florian, solltest Du Dich besonders herzlich bedanken!
P.S. „Wo Klaus dran steht, ist auch Klaus drin.“ Leider.
Re: Problem beim übersetzen
Florian Taudron am 10.7.16 um 11:08 Uhr (
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Entschuldigung, dass ich nicht dauerhaft online bin. Natürlich bedanke ich mich herzlich.
Re: Problem beim übersetzen
Das musst du Klaus nachsehen. Klaus kann sich eben nicht vorstellen, dass jemand nicht wie er dauernd vor dem Rechner hängt.
Re: Problem beim übersetzen
Re: Problem beim übersetzen
filix am 10.7.16 um 12:57 Uhr, überarbeitet am 10.7.16 um 17:21 Uhr (
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Damit deutlich wird, durch welches Loch das Schiff fährt, die ganze Episode (in der oben verlinkten Version) der Navigatio Sancti Brendani. Was „fibula“ hier genau meint (Ösen, Maschen?), ist mir nicht ganz klar. Vielleicht bringt einer der Küstenbewohner im Forum Erhellung.
Quadam vero die, cum celebrassent missas, apparuit illis columna in mare et non longe ab illis videbatur, sed non poterant ante tres dies appropinquare. Cum autem appropinquasset vir Dei, aspiciebat summitatem illius, tamen minime potuit prae altitudine illius. Namque altior erat quam aer.
Porro cooperta fuit ex raro chonopeo. In tantum rarus erat ut navis posset transire per foramina illius. Ignorabant de qua creatura factus esset chonopeus. Habebat colorem argenti, sed tamen durior illis videbatur quam marmor. Columna erat de cristallo clarissimo. Dixit sanctus Brendanus fratribus suis: „Mittite remos intus in navem et arborem atque vela, et alii ex vobis teneant interim fibulas conopei.
Spatium namque magnum tenebat praedictus sagus in omnem partem a columna quasi unius miliarii, et ita extendebatur in profundum. Cum haec fecissent, ait ad illos vir Dei: „Mittite navim intus per aliquod foramen, ut videamus diligenter magnalia creatoris nostri.“
Cum intus intrassent et aspexissent huc atque illuc, mare apparuit illis vitreum prae claritate, ita ut omnia quae subtus erant possent videre. Nam bases columnae poterant considerare et summitatem chonopei similiter iacentem in terra. Lux solis non minor erat intus quam foris.
Tunc sanctus Brendanus mensurabat foramen unum inter quattuor chonopeos, quattuor cubitis in omnem partem. Igitur navigabant per totum diem iuxta latus unum illius columnae et per umbram solis calorem poterant sentire ultra. Ita usque ad horam nonam. Sic et ipse vir Dei semper mensurabat latus unum. Mille quadringentis cubitis mensura una per quattuor latera illius columnae erat. Sic per quatriduum operabatur venerabilis pater inter quattuor angulos praedictae turris.
Quarto autem die invenerunt calicem de genere chonopei et patenam de colore columnae iacentes in quadam fenestra in latere columnae contra austrum. Quae statim vascula sanctus Brendanus apprehendit, dicens: „Dominus noster Jhesus Christus ostendit nobis hoc miraculum, et ut ostendatur multis ad credendum mihi dedit ista bina munera.“ Statim praecepit vir Dei fratribus divinum officium peragere et postea corpora reficere, quia nullum taedium habebant de cibo sumere aut potu postquam viderunt illam columnam.
Transacta vero illa nocte, coeperunt fratres navigare contra septentrionem. Cum autem transissent quoddam foramen, posuerunt arborem et vela in altum, et alii tenebant ex fratribus fibulas chonopei quousque omnia praeparassent in navi. Extensis omnibus, coepit prosper ventus post illos flare ita ut nihil illis opus fuisset navigare nisi tantum tenere funiculos et gubernaculum. Sic ferebatur per octo dies navicula contra aquilonem.
Eines Tages allerdings, nachdem sie die Messe(n) gefeiert hatten, tauchte eine Säule im Meer vor ihnen auf, und sie schien nicht weit von ihnen entfernt zu sein. Allein, sie konnten sich ihr nicht vor drei Tagesreisen nähern. Als der Mann Gottes sich ihr aber genähert hatte, suchte er mit den Augen ihre Spitze, konnte sie jedoch wegen ihrer Höhe nicht <sehen>. Sie war nämlich höher als der Himmel. Außerdem wurde sie von einem weitmaschigen Netz bedeckt.
So weitmaschig war es, dass ein Schiff durch dessen Öffnungen hindurchfahren konnte. Von welchem Geschöpf dieses Netz hergestellt worden war, wussten sie nicht. Es hatte die Farbe von Silber, schien ihnen aber härter als Marmor zu sein. Die Säule war aus klarem Kristall. Da sprach der hl. Brendan zu seinen Brüdern: „Werft Ruder, Mast und Segel in das Innere des Schiffes und die anderen von euch sollen inzwischen die Ösen? (fibulas) des Netzes halten.“
Es nahm nämlich der genannte Überwurf nach allen Seiten der Säule hin einen Raum von ungefähr tausend Schritten ein und erstreckte sich so in die Tiefe. Nachdem sie dies getan hatten, sprach der Gottesmann zu ihnen: „Lasst das Schiff durch eine der Öffnungen hineinfahren, auf dass wir die großen Werke unseres Schöpfers genau sehen.“ Als sie ins Innere gelangt waren und sich überall umgesehen hatten, zeigte sich ihnen ein gläsernes Meer, es war so rein, dass sie alles, was sich in der Tiefe befand, sehen konnten.
Ja, sie vermochten die Basis der Säule auszumachen und zugleich das obere Ende des Netzes, das auf der Erde lag. Das Licht der Sonne war im Inneren nicht schwächer als außerhalb. Der heilige Brendan vermaß dann eine einzelne Öffnung innerhalb des Netzgevierts, <sie maß> nach allen Seiten vier Ellen. So segelten sie einen ganzen Tag lang dicht an einer der Seiten der Säule und konnten <noch> im Schatten die Wärme der Sonne fühlen.
Das ging bis zur neunten Stunde. Der Gottesmann vermaß auf diese Weise selbst eine Seite. Jede der vier Seiten dieser Säule hatte eine Abmessung von 1400 Ellen. Vier Tage war der ehrwürdige Vater zwischen den vier Ecken besagter Säule damit beschäftigt.
Am vierten Tag aber fanden sie einen Kelch von der Art des Netzes und eine Patene in der Farbe der Säule, die in einer Art Fensteröffnung an der Südseite der Säule lagen. Auf der Stelle nahm der heilige Brendan diese Gerätschaften an sich und sprach: „Unser Herr Jesus Christus zeigt uns dieses Wunder, und damit es vielen gezeigt werde, auf dass sie glauben, hat er mir diese beiden Gaben geschenkt."
Auf der Stelle wies der Gottesmann die Brüder an, die heilige Messe zu feiern und anschließend die Leiber zu stärken, hatten sie doch keinen Überdruss daran, Speis und Trank zu sich zu nehmen, nachdem sie die Säule gesehen hatten.
Nach jener Nacht machten sich die Brüder auf, gen Norden zu segeln. Nachdem sie eine Öffnung passiert hatten, richteten sie Mast und Segel auf und die anderen Brüder hielten die Ösen (? - fibulas) des Netzes, bis alles im Schiff gerüstet war.
Als alles aufgespannt war, erhob sich ein günstiger Wind in ihrem Rücken, sodass sie ganz leicht dahinsegelten, sie mussten nur die Taue und das Steuerruder halten. So wurde das kleine Schiff acht Tage lang Richtung Norden getragen.