ich würde einer sehr lieben Freundin gerne ein Medallion schenken mit einem gravierten
Text der sehr auf sie zutrifft. Sie hat in ihrer Jugend viel mit dieser Sprache gearbeitet und darum ist mir sehr wichtig das die Sätze grammatikalisch stimmen.
Ich denke meine Frage kann hier am besten beantwortet werden und ich wäre für die Hilfe sehr dankbar.
Liebe Grüße Gina
Der Text für die Gravur sollte lauten:
"Immer lebend, immer liebend
im Geist und im Herzen
im Handeln und im Sein"
also die erste zeile finde ich herausragend :) auch die vielen a strahlen kraft und freude aus.
2. zeile: im geist und im herzen... ist im lateinischen egtl beides mal der animus, aber ich meine ovid und properz nehmen auch hierfür gern pectus einfach. animus und pectus so klingt irgendwie schief, aber vll täusche ich mich auch. vll dann eher mit mens und pectus arbeiten (und richtung seneca gehen)..
oder ein hendiadyoin? (in intimo pectore oder so)
und muss ein „in“ dazu? ohne in, wäre es instrumental, was aber der übersetzung keinen abriss tut..
3. zeile: der präpositionslose ablativ agendo ist auch wieder intrumental
beim handeln -> in agendo , wobei auch hier wieder die frage an dich, gina:
ist sie durch ihr handeln lebend und liebend oder beim handeln lebend und liebend?
zuletzt. natura tua. also ein a dazu
aber im großen und ganzen schon eine geglückte übersetzung.
die frage nur noch inwieweit man versmaß oder stilmittel dazubraten will...
zb durch alacris atque amans semper (beim lesen fällt ja das e weg und man hat eine schöne anapher)
Dankeschön schon vorab für die Übersetzung und auch die weiteren Gedanken dazu.
Mir ging es darum so gut es es geht mit so wenigen Worten zu erfassen was ich an ihr sehr schätze und auch den Wunsch darzustellen dass es ihr auch weiterhin gelingt Geist und Herz miteinander im Einklang zu bringen bzw zu halten.
Dies wird zwar auf die Übersetzung an sich keinen so großen Einfluss haben, aber vielleicht hilft es bei der Formgebung :-)
Ich fand es betont besser was ich ihr damit vermitteln will.
Vielleicht wäre statt „im Geist“ ein im Geiste noch schöner?
Im Prinzip trifft beides zu, aber ich würde letzteres als das stärkeres bezeichnen.
Nein, nein ... es war schon so gedacht, „wie es geschrieben stand“: tu ist entweder ein Vokativ, also die direkte Anrede an Ginas Freundin, oder einfach Nominativ; wenn ich schon das Prädikat elliptisch „unter den Tisch fallen lasse“, möchte ich wenigstens ein explizites Subjekt haben.