Latein Wörterbuch - Forum
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lulukanns am 11.6.19 um 15:26 Uhr (Zitieren)
De Constantinopolitana urbe:

Legimus in quadam historia quod Constantinus imperator Romanus, cum quadam nocte in civitate quae Byzantium membratur, obdormisset, visionem vidit quae in hunc modum ei apparuit. Anus quaedam veste dissipata et quasi semicinctis circumsepta veniebat ad eum, et suae opis flagitabat subsidium. Vestem exigebat qua indueretur, cooperturam qua tegeretur, alimoniam qua pasceretur; promisitque ei rex continuo se subventurum, et indubitanter postulata collaturum. Et sic visio disparuit. Tunc vir potentissimus sommo excitus, cum in corde suo quenam esset visio haec versaretur divino nutu intellexit, civitatem ipsamin qua erat auxilium quaerere et se in melius restitui peroptare. Sicque Constantinus a fundandem tis illam erexit, et de suo nomine Constantinopolim appellavit, quam Romae moenibus altis, aedificiorum structura nobili coaequavit et pari gloria et honore terreno sublimem reddidit: quae sicut Roma est caput occidentis, ita et illa civitas debet esse Orientis.
Est autem sita inter Adriaticum mare et illud quod nunc vocatur Brachium Sancti Georgii, supra quod moenia civitatis locata sunt. Haec prae cunctis aliis urbibus fecunda est pingui agro et omni marinarum divitiarum mercimonio.
Hanc itaque divino nutu conditam nemo dubitet, quoniam praevidit Deus quod erat futurum quod nos modo videmus impletum. Nisi enim talis condita fuisset civitas, orientalis Christianitas ubi diffugium habuisset? Ibi nunc receptaculum habent sanctissimae reliquiae sanctorum prophetarum et apostolorum, et innumerabilium martyrum sanctorum, quae illuc translatae sunt a facie paganorum.
Asia et Africa olim fuerunt Christianorum, quae nunc subjiciuntur immundis ritibus gentilium. Ideo talis effecta est urbs regia Costantinopolis , ut sanctarum, quas supra diximus, reliquiarum foret tutissima regia.

De difficultate viae:
Universus vero exercitus qui remanserat iter arripuit, miseroque infortunii successu per quaedam montana, quae nulli erant nisi feris aut reptilibus pervia, ubi semita erat quae non amplius quam unius pedis spatio dilatabatur, sed hinc et inde rupibus et densis spinarum seu veprium frutetis arctabatur, ima vallium in abyssum videbantur immergi, cacumina montium ad sidera tolli; hac inaequali semita milites et armigeri collo suo arma dependentia gestabant, omnes aequaliter pedites, quia nulli eorum equitabant, plerique libentissime loricas, galeas, clypeosque suos vendidissent, si emptorem invenissent; multi quidem lassitudine deficientes ea projiciebant, ut saltem sic expediti ire valerent. Jumenta cum oneribus ire nullatenus poterant, sed plerisque in locis onera jumentorum homines ferebant.

Stare loco aut sedere nemo poterat, quia alter alterum impellebat. Nemo poterat juvare Suum comitem, nisi praecedentem ultimus, quoniam qui praeibat vix converti valebat ad subsequentem. Tandem finita tam infelici via, et invia, venerunt ad civitatem, quae Marasim memoratur, et ab incolis illis cum honore et gaudio excipiuntur. Illic abundantiam rerum temporalium inveniunt; ibi suae miseriae et defectus consolationem recipiunt. Ibi prior praestolatur ultimum, sed ante pertransiit integra dies, antequam cauda capiti cohaereret.


Meine Übersetzung:

Über die Stadt Konstantinopel:
Wir lesen in dieser Geschichte, dass der Römer Konstantin der Feldherr einschlief, weil dieser die Nacht in der Stadt, welche als Byzanz erwähnt wird eine Vision gesehen hat, die ihm auf diese Weise erschienen ist. Eine Frau mit zerzausten Kleidern und, obwohl sie bedeckt gewesen war, wie durch einen schmalen Gurt, kam sie zu ihm. Sie forderte Kleidung, von der sie sowohl angekleidet, als auch verhüllt würde, wie durch Nahrung, die sie zu sich nahm. Darauf versprach der König derjenigen ihr zur Hilfe zu kommen und die Forderungen unzweifelhaft zusammentragen. Und so verschwand die Vision. Damals war der einflussreichste Mann aus dem Schlaf aufgeschreckt, obwohl es in seinem Herz sei, hat er verstanden, dass die Vision die göttliche Schwerkraft herumwendet, in der Stadt in der er selbst war, suchte er nach Hilfe und sehnte sich danach, diese gütiger zurückzuerstatten.

Und so erhob sich Constantin von jenem Fundament und benannte diese nach seinem Namen Konstantinopel, und er setzte sie wie Rom mit hohen Stadtmauern und dem noblen Aufbau der Gebäude gleich und gab ihr gleich mit der irdischen Ruhm und Ehre den Erhabenen zurück: So wie Rom der Kopf des Abendlandes ist, so muss jene Stadt des Morgenlandes sein.
Sie ist aber zwischen der Adria gelegen und oberhalb der Stadtmauern jeder Stadt, welche nun der Arm des Heiligen Georg genannt wird, da die Mauern der Stadt oberhalb gelegen sind. Diese ist vor allen anderen Städten fruchtbar mit dem fruchtbaren Acker und der Ware der Reichtümer der Meere.
Deshalb kann niemand zweifeln, dass durch göttlichen Willen, die Propheten voraussahen, dass wir die Gründung dieses erfüllen werden. Es sei denn, eine solche Stadt würde östlich der Christen gegründet worden sein, wo der Retter gehabt worden würde? Dort haben sie jetzt einen Behälter mit heiligen Reliquien der Propheten und Apostel, und von Martyrien unzähliger Heiligen, jener, die durch das Gesicht der Heiden hinübergebracht wurden. Asien und Afrika waren einmal Christen, nun waren sie unter den unreinen Ritualen der Heiden ausgesetzt. Deswegen wurde eine derartig königliche Stadt, Konstantinopel, hervorgebracht, dass die Heiligen, so sagen wir oben, geschützt wären im Königspalast.

Über den schweren Weg:
Das gesamte Heer, welches zurückgeblieben war, ergriff mit Erfolg den Weg der Armut und des Unglückes über diesen Berg, welcher für keine Tiere ausser Reptilien gangbar war, wo der Pfad nicht geräumig war, war der Platz nur für einen Fuss verbreitet, aber darauf wurde dieser verengt durch die Felsen und durch die dichten Dornen oder die Dornengebüsche, als sie in den Abgrund des Untersten der Täler eintauchten wurde gesehen, dass an den Gipfeln der Berge die Sterne emporgehoben werden: auf diesem ungleichmässigem Pfad trugen die Soldaten und Bewaffneten ihre herabhängenden Waffen um den Hals, weil keiner von denjenigen geritten ist, waren alle Fusssoldaten gleichwertig, die meisten verkauften mit grösster Freude ihre Harnische, Helme und Schilder an einen Käufer, welchen sie gefunden hatten, gewiss gaben viele von ihnen wegen der nicht nachlassenden Müdigkeit auf, damit sie so wenigsten als leicht Bewaffnete geltend gegangen sind, die Lasttiere konnten keineswegs mit Gewicht gehen aber die Menschen trugen die Gewichte der Lasttiere an die Orte.

Es konnte niemand auf der Stelle stehen oder sitzen, weil der Eine den Anderen antrieb. Niemand konnte sich an seinem Begleiter erfreuen, ausser der Letzte vorausgehende, da ja dieser der voranging sich kaum umdrehen konnte zum Nachfolgenden. Nachdem sie dann endlich diesen unglücklichen und unwegsamen Weg beendet hatten, kamen sie in die Stadt, welche als Marasch erwähnt wird, und werden von jenen Einwohnern mit Ehre und Freude aufgenommen. Dort entdeckten sie vorübergehend Sachen, die reichlich vorhanden waren: dort nahmen sie ihr Unglück und den Schwund an Trost auf. Dort wartete der Vorgänger auf den Letzten, aber zuvor durchging er unversehrt die Tage, und zuvor hingen sie vom Kopf bis zum Schwanz zusammen.

Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
So nicht! am 11.6.19 um 15:31 Uhr (Zitieren)
Mach kleinere Portionen und schreib die ÜS immer unmittelbar darunter.
So ist das viel zu unübersichtlich für den Korrektor und schreckt ab.
Also bitte nochmal korrekturfreundlicher posten!
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
lulukanns am 11.6.19 um 15:32 Uhr (Zitieren)
Ok danke mach ich :)
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
lulukanns am 11.6.19 um 15:34 Uhr (Zitieren)
De Constantinopolitana urbe - Über die Stadt Konstantinopel

Legimus in quadam historia quod Constantinus imperator Romanus, cum quadam nocte in civitate quae Byzantium membratur, obdormisset, visionem vidit quae in hunc modum ei apparuit. Anus quaedam veste dissipata et quasi semicinctis circumsepta veniebat ad eum, et suae opis flagitabat subsidium. Vestem exigebat qua indueretur, cooperturam qua tegeretur, alimoniam qua pasceretur; promisitque ei rex continuo se subventurum, et indubitanter postulata collaturum. Et sic visio disparuit. Tunc vir potentissimus sommo excitus, cum in corde suo quenam esset visio haec versaretur divino nutu intellexit, civitatem ipsamin qua erat auxilium quaerere et se in melius restitui peroptare

Meine Übersetzung:

Wir lesen in dieser Geschichte, dass der Römer Konstantin der Feldherr einschlief, weil dieser die Nacht in der Stadt, welche als Byzanz erwähnt wird eine Vision gesehen hat, die ihm auf diese Weise erschienen ist. Eine Frau mit zerzausten Kleidern und, obwohl sie bedeckt gewesen war, wie durch einen schmalen Gurt, kam sie zu ihm. Sie forderte Kleidung, von der sie sowohl angekleidet, als auch verhüllt würde, wie durch Nahrung, die sie zu sich nahm. Darauf versprach der König derjenigen ihr zur Hilfe zu kommen und die Forderungen unzweifelhaft zusammentragen. Und so verschwand die Vision. Damals war der einflussreichste Mann aus dem Schlaf aufgeschreckt, obwohl es in seinem Herz sei, hat er verstanden, dass die Vision die göttliche Schwerkraft herumwendet, in der Stadt in der er selbst war, suchte er nach Hilfe und sehnte sich danach, diese gütiger zurückzuerstatten.
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
Klaus am 11.6.19 um 19:48 Uhr (Zitieren)
Nur mal der erste Satz:
membratur,

Dieses Wort gibt es nicht
quadam

Hier kannst du nachsehen, was „quadam“ bedeutet:
imperator" target="_blank" title="https://www.navigium.de/latein-woerterbuch.php?form=quadam&wb=gross&phr=true&mh=true[quote=msg_38443_3]imperator">https://www.navigium.de/latein-woerterbuch.php?form=quadam&wb=gross&phr=true&mh=true[quote=msg_38443_3]imperator Romanus
= der römische Kaiser
nocte

--> Zeitangabe
obdormisset

https://www.navigium.de/latein-woerterbuch.php?form=obdormisset&wb=gross&phr=true&mh=true

Der Kollege, der dir den Rat gegeben hatte, kleine Portionen zu machen, meinte sicher, dass du unter jeden lateinischen Satz deine Übersetzung schreiben sollst. Für die Korrektur dieses überlangen Textes geht sicher die ganze Nacht drauf. Evtl. findet sich ja noch ein tüchtiger Helfer.
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
TG am 11.6.19 um 19:54 Uhr (Zitieren)
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
arbiter am 11.6.19 um 19:57 Uhr (Zitieren)
Legimus in quadam historia quod Constantinus imperator Romanus, cum quadam nocte in civitate quae Byzantium membratur, obdormisset, visionem vidit quae in hunc modum ei apparuit.

Wir lesen in einem Geschichtswerk, dass Konstantin, der römische Kaiser, als er nachts in der Stadt, die Byzanz genannt wurde, eingeschlafen war, …

Tunc vir potentissimus sommo excitus, cum in corde suo quenam esset visio haec versaretur divino nutu intellexit, civitatem ipsamin qua erat auxilium quaerere et se in melius restitui peroptare

Da erkannte der allermächtigste Mann, aus dem Schlaf erwacht, als er in seinem Herzen überdachte, was für eine Vsion dies sei, dass die Stadt selbst, in der er war, um Hilfe bat und sehnlichst wünschte, dass er sie in besserer Form wiederherstelle.
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
corrector am 11.6.19 um 20:05 Uhr (Zitieren)
allermächtigste
Re: Habe ich diesen Text richtig übersetzt? Bitte korrigieren.
lulukanns am 13.6.19 um 7:43 Uhr (Zitieren)
Ich danke euch allen viel mals! Danke!
 
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