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e-deklination

e-Deklination

Kasus Singular Plural
Nominativ rēs rēs
Genetiv r rērum
Dativ r rēbus
Akkusativ rem rēs
Ablativ rē rēbus

(Das -e- im Gen./Dat. Sg. ist kurz, außer wenn ein i davorsteht wie in dieī, und kurz im Akk.Sg.; sonst ist das e lang.)

Es handelt sich hier um eine „kleine“ Deklination mit relativ wenigen Vokabeln. Zudem treten die meisten nur im Singular auf und bilden im Plural allenfalls mit dem Nom. Sg. gleichlautend Nominativ, Akkusativ (und Vokativ). Da res und dies aber „komplett“ sind, kann (und muss) man den vollständigen Formensatz bilden können.

Bis auf meridies m. (Mittag) und dies (Tag) sind alle Nomina weiblich. dies ist jedoch femininum (wie Idus, Nonae, Kalendae), wenn es einen bestimmten Termin bezeichnet. - Die Ursache dafür, daß Zeitpunkte ein „natürliches Geschlecht“ haben (nämlich femininum), wird in der starken Zeitbezogenheit des römischen Glaubens gesehen, bei der das „wann“ einer Tätigkeit oft ausschlaggebend war.

Die lateinische Eigenheit, das speziell auszudrückende eines Begriffs in ein Attribut zu tun wie bei summus mons „Bergspitze“ (nicht „höchster Berg“, das hieße fast immer summus montium), tritt besonders zu Tage bei dem in der Grundbedeutung farblosen res („Ding“), welches mit Beifügungen zu neuen, feststehenden Begriffen wird wie nulla res „nichts“, res publica „Staat“, res adversae „Unglück“, res secundae „Glück“, res futurae „Zukunft“…

species „Art, Sorte“ hat einen Plural mit der etwas abweichenden Bedeutung species „Spezerei, Gewürzmischung, Kräutermischung, Teemischung“

e-deklination.txt · Zuletzt geändert: 2015/08/15 19:10 (Externe Bearbeitung)